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Schulen einer Stadt – Lehrer einer Schule

Schulen einer Stadt – Lehrer einer Schule

Vor einiger Zeit schlossen sich unter der Schirmherrschaft der „Deutschen Schulakademie“ 17 Potsdamer Schulen zum Bündnis „Schulen einer Stadt“ zusammen, um kooperativ neue Möglichkeiten zum effektiven Lernen zu entwickeln.

Eine dieser Schulen ist die Sportschule.

Wir Lehrer und Trainer begriffen diese Bildungsoffensive sofort als echte Chance, neue Wege mit den Schülern zu beschreiten. Deshalb galt der Schwerpunkt der Vorbereitungstage in diesem Jahr 2017/2018 EINER großen Frage:

Wie können wir speziell an unserer Schule die Ideen aus der Arbeit des Bündnisses im Einklang mit dem neuen Rahmenlehrplan realisieren?

Zu diesem Zweck trafen sich am Donnerstag, dem 31.8.2017, die Kolleginnen und Kollegen im Domstiftsgut „Mötzow“, um im angenehmen Rahmen Schule zu machen. Und es kam, wie es kommen musste:

Immer dort, wo Menschen in entspannter Runde zusammenfinden und Zeit und Lust haben, sich auszutauschen und für eine Sache zu arbeiten, entsteht etwas Besonderes.

Bereits nach einem Tag waren sehr konkrete Projektideen für die verschiedenen Jahrgangsstufen geboren. Kernansatz war es dabei stets, dass den Schülerinnen und Schülern Folgendes bewusst wird:

Schulisches Lernen kann nicht länger begriffen werden als zerstückeltes Teilwissen getrennt nach Fächern in einem starren 45-Minuten-Korsett, sondern muss größer gedacht werden durch fächerverbindende Themen, die ein viel breiteres, vernetztes Wissen ermöglichen, indem Synergieeffekte genutzt werden. Titel solcher Projekte sind unter anderem „Ich als Konsument“, „Digitale Welt“ oder „Lasst uns nur `mal schnell die Welt retten“.

Hohe Ansprüche offensichtlich, die wir nur deshalb so gut erfüllen konnten, da die Arbeitsatmosphäre vor Ort, die bereitgestellten Räumlichkeiten und die hervorragende Verköstigung durch Familie Thiermann einen wundervollen Rahmen bot. Dafür möchten wir uns aufrichtig bedanken – vor allem aber für Herrn Thiermanns großherzige Spende von 1000 Euro für unser traditionelles Charity-Projekt „Running and Swimminf for Help“, mit dessen Erlös unsere Schule seit mehr als einem Jahrzehnt unsere Freunde und Partner in Mosambik unterstützt.

Da jedoch der Mensch nicht nur Arbeit braucht, sondern auch ein gerüttelt Maß Ästhetik, gönnten wir uns zum Abschluss des Tages im Jubiläumsjahr der Reformation eine gemeinsame Führung durch den Brandenburger Dom.

Frisch ans Werk und ein freudvolles Schuljahr 2017/18!

Tanja Boss (im Namen der Sportschulfamilie)

 

 

 

 

früherer Artikel dazu:

Der neue Rahmenlehrplan eröffnet Perspektiven - die Entwicklung des SchilC der Sportschule Potsdam

 

Mit der Implementierung des neuen Rahmenlehrplanes wurden uns Pädagogen durch das Land Brandenburg Werkzeuge in die Hand gegeben, mit denen sich das Lehren und Lernen weiter verändern wird. Die Lehrerinnen und Lehrer der Sportschule Potsdam machten sich am 22. März 2017 gemeinsam erfolgreich auf den Weg, diese Herausforderung anzunehmen. Dabei wurde auch der Blick für die spezielle Unterrichtsorganisation an unserer Schule geschärft.

Anlässlich eines schulinternen Fortbildungstages wurden die Weichen gestellt, um optimal in das Schuljahr 2017/18 starten zu können. Die inhaltlichen Vorgaben der Steuergruppe waren hilfreich und erleichterten den Einstieg in die konstruktive Gruppenarbeit der Fachkonferenzen, welche sich zunächst überwiegend auf den Teil C in Berücksichtigung des Teils B bezog.

Eine wesentliche Erkenntnis des Tages war unter anderem, dass sich der Unterricht stärker als zuvor auf fächerübergreifende und fächerverbindende Angebote beziehen sollte. Die entsprechenden Verknüpfungen zwischen den Fächern wurden allen Beteiligten durch die gemeinschaftliche Arbeit verstärkt bewusst. Es besteht der Wunsch, die fachübergreifenden Themen intensiv weiter zu denken und Fächerverbindung zu organisieren.
Außerdem verständigten sich einzelne Fachkonferenzen darauf, dass der Unterricht von einer problemorientierten Perspektive ausgehend die Schülerinnen und Schüler noch mehr dazu anhält, zeitgemäße digitale Produkte zu erstellen. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler Lernangebote bekommen, die eine noch individuellere Differenzierung in ihren jeweiligen Niveaustufen erlauben.

Für die sehr gute Vorbereitung danken wir der Steuergruppe zum Neuen Rahmenlehrplan, die sehr viel Zeit und Energie in die Organisation der Veranstaltung investiert hat. Sie wird prozessbegleitend den Fachkonferenzen und Jahrgängen zur Seite stehen, wenn nun weiter intensiv an den neuen Plänen gearbeitet wird.

Am Ende des Tages wurde deutlich, dass der Prozess der Erarbeitung des Neuen Rahmenlehrplanes begonnen hat. Die Ergebnisse stellen zunächst nur einen ersten Meilenstein auf dem Weg zu neuen Perspektiven dar. Es herrschte auch Konsens darüber, dass das schulinterne Curriculum ständig einer weiteren inhaltlichen Diskussion und Evaluation zu den Herausforderungen des Gefüges der Teile A,B und C bedarf.

 

 

 

 

Reformzeit

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Auf der Suche nach neuen Lernformen begegneten uns in einem Projekt der Kinder- und Jugendstiftung drei Schulen, die das gleiche finden wollten.

Unsere Projektarbeit hatte von Anfang an ein Ziel: Wie erweitern wir die Möglichkeiten der Schule zum individualisierten Lernen? Wie lernen Kinder am besten, jenseits von Angst und Langeweile? Wann fühlen sie sich herausgefordert und wollen unbedingt verstehen?

Nur dann schaffen Lernende es, aus etwas Fremdem etwas Eigenes machen - sowohl im Sport als auch in den anderen Fächern.

Seit über vier Jahren ist unsere Schule auf diesem Weg. Das ist vielleicht noch kein Wandel, aber immer mehr Lehrende und Lernende verbünden sich unter dem Motto "Es ist ein Erlebnis, etwas zu können.".

So wurde aus dem Projekttitel "Reformzeit" bei uns wirkliche schulische Reform. Vielen Dank der Robert-Bosch-Stiftung und unseren Partnerschulen, der Lenné-Schule Potsdam, dem Leonardo-da-Vinci-Campus Nauen und dem Jahn-Gymnasium Forst.

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