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Konzeption

Zur Umsetzung der Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung gemäss § 45 SGB VIII – KJHG -
Stand 28.10.2014 

 

Leitbild Haus der Athleten

Toleranz und Weltoffenheit

Wir heißen jeden Bewohner ungeachtet seiner ethnischen, religiösen und sozialen Herkunft willkommen. Wir achten einander und gehen respektvoll, tolerant und in jeglicher Form gewaltfrei miteinander um.

Fair geht vor

Unser Anspruch ist es, Leistungssport und Schule auf höchstem Niveau miteinander zu verbinden. Wir sind stolz auf unsere Erfolge und die der Anderen. Bei Misserfolgen stärken wir uns gegenseitig.

Entfaltung der Persönlichkeit

Wir schaffen einen Raum, in dem ein eigenverantwortliches Denken und Handeln gelebt werden kann. Wo jeder die Chance erhält, sich selbstbestimmt in der Gesellschaft zu entwickeln.

 

Vorwort


Das Schule - Leistungssport – Verbundsystem umfasst den Olympiastützpunkt (OSP) Brandenburg, die Sportschulen, Internate, Mensen, Trainingsstätten sowie medizinische und prophylaktische (sportmedizinische) Einrichtungen an den drei Standorten Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam. Dieser Verbund verschiedener Einrichtungen ermöglicht es den sportlichen Talenten, die im Rahmen einer optimalen Talentförderung definierten Anforderungen aus schulischer/ beruflicher Ausbildung, Training, Wohnen und wissenschaftlicher sowie infrastruktureller Trainingsbegleitung optimal aufeinander abzustimmen. Mit dem Begriff Verbundsystem wird deutlich, dass es sich nicht um ein Nebeneinander verschiedener Funktions- und Zuständigkeitsbereiche, sondern um ein Netzwerk miteinander verbundener Bereiche mit entsprechenden Synergieeffekten handelt. Potsdam als einer der drei Standorte kann den Sportlerinnen und Sportlern, die sich für diesen Standort entschieden haben und nicht in Potsdam selbst ansässig sind, einen Wohnheimplatz im aus der Athleten anbieten. Das Haus der Athleten ist eine wichtige Komponente im Verbundsystem. In ihm wird die ganzheitliche und altersgerechte Entwicklung der Kinder und Jugendlichen mit spezifischer Berücksichtigung des Leistungssports ermöglicht, es ist somit ein entscheidendes Element der Leistungssportförderung. Es versteht sich als Angebot an das sportliche Talent und seine Familie, die optimale Verbindung zwischen schulischer Ausbildung und sportlichem Training zu sichern.

 

Ausgangssituation


Mit dem Bau der Kinder- und Jugendsportschule Potsdam entstand 1977 das Wohnheim, das Haus der Athleten, mit angrenzender Mensa. Eine grundlegende Sanierung des Hauses im Jahr 2004, die Neueröffnung der Mensa im Jahr 2011, der Bau weiterer Sportanlagen, wie der MBS-Arena sowie des im August 2014 fertiggestellten Wohnheimersatzneubaus, der an das bestehende Hochhaus angegliedert wurde, belegen die Bedeutung des Standortes Potsdam. Das Haus der Athleten ist ein Teil der Luftschiffhafen Potsdam GmbH. Die Luftschiffhafen Potsdam GmbH ist eine Tochtergesellschaft der ProPotsdam GmbH. Diese ist zuständig für die Bewirtschaftung und Entwicklung der sportlichen Infrastruktureinrichtungen auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen Potsdam. Das exklusive Gelände zwischen Zeppelinstraße und Havel wird in den kommenden Jahren zu einem der attraktivsten Sportparks in ganz Deutschland entwickelt werden. Schlüsselinvestition war dabei die neue Mehrzwecksporthalle, die im Herbst 2011 fertiggestellt wurde. Der Schul-, Leistungs- und nicht zuletzt der Breitensport haben seitdem optimale Bedingungen. Mit der Gründung der Luftschiffhafen Potsdam GmbH im Jahr 2008 war es erstmals möglich, entsprechend der Vorgaben der Stadt und den Bedürfnissen des Spitzensports, das Gesamtareal ganzheitlich, störungsfrei und systematisch entwickeln zu können. Die umfassende technische und wirtschaftliche Betreuung und Betreibung aller Gebäude und Anlagen einschließlich Schule, Wohnheim, Mensa, MBS-Arena werden seitdem durch ein gemeinsames Facility-Management sichergestellt. Die Luftschiffhafen-Potsdam GmbH versteht sich als Service – Dienstleister für alle Nutzer des Sportparks Luftschiffhafen Potsdam. Mit Wirkung vom 1. August 2011 fungiert sie zudem als Trägerin des Wohnheims. Die entsprechende Betriebserlaubnis wurde ihr vom Landesjugendamt erteilt. Das Haus der Athleten befindet sich im westlichen Teil der Landeshauptstadt Potsdam. Kurze Wege zwischen den Trainings-, Lern- und Wohnstätten auf dem Areal erleichtern den Lebensalltag der Sportlerinnen und Sportler. Das Stadtgebiet Potsdam West verfügt über eine gute Infrastruktur mit sehr guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Viele in der Nähe gelegene Einkaufsmöglichkeiten, wie etwa die Brandenburger Straße im historischen Stadtzentrum oder die Einkaufspassagen im Hauptbahnhof sind in wenigen Minuten zu erreichen. Das Schloss Sanssouci, das Brandenburger Tor oder das Holländische Viertel, um nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Potsdams zu nennen, sind ebenfalls schnell zu erreichen.

Struktur und Rahmenbedingungen


Das Haus der Athleten besteht seit August 2014 aus dem Bestandshaus mit 14 Etagen und dem neu errichteten Wohnheimersatzneubau mit 5 Etagen. Beide Gebäude sind miteinander verbunden und bilden somit ein schönes Ensemble am Ufer der Havel. Im Verbindungstrakt befindet sich die zentrale Rezeption. Von 22.00 Uhr - 6.00 Uhr wird der Rezeptionsbereich zusätzlich von einer Sicherheitsfirma unterstützt. Ein Veranstaltungsraum mit 50 Plätzen ermöglicht es jetzt, sich im größeren Rahmen zu treffen. Eine neue Küche mit 2 Küchenzeilen und 10 Plätzen steht uns ebenfalls zur Verfügung. Im Bestandshaus sind hauptsächlich die Schüler der Sekundarstufe I untergebracht. In der ersten Etage dieses Hauses befinden sich ein Besprechungsraum, eine Kreativwerkstatt und ein zusätzlicher Raum zum Trocknen der Wäsche. Auch die Lerntherapie findet hier ihren neuen Platz. Des Weiteren wird es eine Einheit für erkrankte Schüler geben, die nicht nach Hause reisen können. In den verbleibenden Einheiten werden einige Schüler der Sekundarstufe II ihr vorübergehendes Zuhause finden. Ab der 2. Etage sind je sechs Wohneinheiten mit je 2 bzw. 3 Zweibettzimmern mit Bad und separaten Toiletten vorhanden. Im Bereich des Flures jeder Wohneinheit gibt es einen offenen Raum zur individuellen Nutzungsgestaltung. Die Zimmer sind mit je zwei Betten, Schränken, Schreibtischen und Stühlen ausgestattet. Mit Einverständnis der zuständigen Erzieher können die Zimmer persönlicher gestaltet werden. Zukünftig wird in jeder Etage eine Einheit mit zwei Zimmern zu einem Freizeitbereich umgestaltet, welcher auch eine kleine Küchenzeile erhält. Hier können dann die Bewohner Hausaufgaben anfertigen, sich austauschen, Spiele spielen oder fernsehen. Weiterhin gibt es ein Erzieherzimmer mit Büroeinrichtung zur Erledigung der anstehenden Aufgaben und Dokumentationen. Dieses kann auch für individuelle Gespräche mit Schülern, Eltern und Trainern genutzt werden. Zusätzlich steht den Bewohnern auf jeder einzelnen Etage ein Kühlschrank mit abschließbaren Fächern zur Verfügung. Das Bestandshaus hat eine Kapazität für 330 Sportler. Im Wohnheimersatzneubau mit Atrium als architektonisches Highlight wohnen die Schüler der Sekundarstufe II. Ebenfalls wohnen hier körperlich benachteiligte Schüler, denen besonders ausgestatte Zimmer zur Verfügung stehen. In der 5. Etage sind Gäste des Hauses, die an Trainingslagern oder zentralen Lehrgängen der Spitzenverbände teilnehmen, untergebracht. Die Sportler leben auch hier in Wohneinheiten zusammen. Diese bestehen aus je 3 Zimmern, einer Sanitärzelle mit Duschen und einem gemeinsamen Aufenthaltsraum, der mit Kühlschrank, Fernseher, einer Sitzecke und einer Diele ausgestattet ist. Die Zimmer verfügen über je 2 Betten, 2 Schränke, 2 Schreibtische, 2 Stühle und 2 Wandregale. Einige Ein-und Zweibettzimmer auf der 5. Etage stehen den Kadersportlern zur Verfügung. Die weiteren Zimmer sind für Bundeskader aus anderen Stützpunkten, die in Potsdam an Trainingsmaßnahmen teilnehmen sowie Gästen des Hauses bestimmt. Auf vier Etagen gibt es ein Erzieherzimmer und einen zusätzlichen Aufenthaltsraum mit einem Tischkicker, einer Tischtennisplatte und einem Billardspiel. Insgesamt hat der Wohnheimersatzneubau eine Kapazität für 120 Schüler und 30 Gäste. Eine Tischtennisplatte und der Streetballplatz im Freien stehen ganzjährig zur Verfügung. Für Freizeitprojekte, z.B. die Fahrradwerkstatt, können auch Räume der Schule genutzt werden. Die sportlergerechte Essenverpflegung erfolgt in der ca. 100 m vom Wohnheim entfernten Mensa. Dort stehen täglich mehrere verschiedene Menüs zur Auswahl, zusätzlich wird ein reichhaltiges Salatbuffet angeboten. Die Sportler können bereits an den Wochenenden von zu Hause aus im Internet ihre Menüzusammenstellung für die kommende Woche planen und die für sich gewünschten Mahlzeiten buchen. Es wurde eine Essenkommission gebildet, die gemeinsam mit dem Betreiber der Mensa daran arbeitet, das Verpflegungsangebot zu optimieren.

Zielgruppe


Nach erfolgter sportlicher und medizinischer sowie schulischer Eignungsfeststellung können Schüler die Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ besuchen. Die Erzieher des Wohnheimes prüfen die sozialen Kompetenzen und Eignung für das Leben im Wohnheim. Wenn sich deren Wohnsitz nicht in der Stadt Potsdam befindet, kann die Stadt gemäß § 99 Abs. 2 Satz 3 BbgSchulG einen Wohnheimplatz zur Verfügung stellen. Das Wohnheim beherbergt Schüler der SEK I und SEK II (ab ca.12 Jahre bis ca. 20 Jahre). Rechte und Pflichten sowie das Zusammenleben der Schüler werden durch Mietvertrag und Hausordnung geregelt. Folgende Sportarten sind derzeit am Standort Sportpark Luftschiffhafen angesiedelt:
• Handball (Jungen)
• Volleyball (Mädchen)
• Fussball (Mädchen)
• Triathlon (ab Klasse 8/9)
• Rudern
• Schwimmen
• Kanu
• Judo
• Moderner Fünfkampf
• Leichtathletik
• Bob
• paralympisches Schwimmen
• Wasserball.

 

Pädagogische Zielsetzung


Hauptzielsetzung ist es, Schule, Lernen und Wohnen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Dazu wird der vom Landesjugendamt vorgesehene Erzieherschlüssel umgesetzt. In der Einrichtung arbeiten derzeit 42 Erzieher im Wechselschichtsystem. Die Dienstplanung sieht vor, dass jedem Sportler im Nachmittagsbereich immer ein Ansprechpartner auf seiner Etage zur Verfügung steht. So kann besser und individuell auf die Belange der leistungssportlichen Anforderungen und der Erziehung der Sportschüler eingegangen werden. Außerdem wurde es dadurch möglich, im Abendbereich ein attraktives Freizeitangebot zu schaffen. In jedem Schuljahr werden Erzieher bei der Erstaufnahme der Schüler mit einbezogen. Sie klären in einem Erstgespräch, ob die zukünftigen Bewohner ausreichend in der Lage sind, in einem Wohnheim zu leben und haben ab November vor der Aufnahme schon einen Erstkontakt zu Sportlern und Eltern. So können sich die Beteiligten im Vorfeld kennenlernen, Fragen und Wünsche äußern, damit die Aufnahme und der Aufenthalt im Wohnheim später einvernehmlich und erfolgreich verlaufen. Sie besprechen Anforderungen, Chancen und Möglichkeiten des Wohnheimlebens. Die Erzieher nehmen an der Kennenlernfahrt der 7. Klassen teil und helfen dadurch, die Eingewöhnung zu erleichtern und pädagogisch zu begleiten. Die pädagogischen Fachkräfte leisten Hilfestellung bei der Erledigung der Hausaufgaben, unterstützen die Athleten bei alltagspraktischen Aufgaben und stehen ihnen jederzeit als vertrauensvolle Ansprechpartner zur Verfügung. Bei Fragen, Sorgen und Nöten der Jugendlichen sind das individuelle Eingehen, das persönliche Gespräch, die Motivation, die Ruhe und Gelassenheit Grundlage des Handelns der Erzieher. Das Leben im Wohnheim soll die Erziehung der Schüler zu solidarischem Verhalten, zur Dialogfähigkeit und zur eigenständigen Lebensplanung fördern. Die Erzieher berücksichtigen dabei die alters- und entwicklungsbedingten Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen. Durch den Wohnheimersatzneubau ist nun die Voraussetzung wieder gegeben, SEK I und SEK II sowie die Kadersportler räumlich zu trennen, wodurch es den Erziehern ermöglicht wird, die spezifischen alters -und entwicklungsbedingten Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu berücksichtigen und zu fördern. Unterstützend dazu sollen die dann geschaffenen Möglichkeiten und deren angeleiteten Nutzung eines Entspannungsraumes, das Angebot einer Lerntherapie sowie einer Ernährungsberatung dienen. Die Erzieher geben Orientierung und Anregung, damit sich die Sportler zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln können. Durch die Umstrukturierung wird den Bewohnern mit dem „Nebenberuf“ Leistungssport auf höchstem Niveau, also Kadersportlern, eine Individualbetreuung gewährleistet. So können sie sich in einer neu konzipierten Wohnumgebung im Wohnheimersatzneubau vollkommen auf Schule und sportliche Laufbahn konzentrieren. Ein Erzieher wird sie in der gesamten Organisation ihres besonderen Alltags begleiten, beraten und betreuen. Er wird im regelmäßigen Austausch mit Trainern, Lehrern, Sporttherapeuten und Sportpsychologen stehen. Seit 2012 wird jeder Etage Betreuungsgeld zur Verfügung gestellt, so dass zusätzliche pädagogische Projekte durchgeführt werden können. Diese dienen dem besseren Kennenlernen und dem Zusammenhalt auf der Etage, die alters- und sportartendurchmischt ist. Seit dem Schuljahr 2014/2015 werden die Schüler auf den Etagen in die Klassenstufen 7/9 und 8/10 eingeteilt, es gibt eine Minimierung der Sportarten, um pädagogisch noch wertvoller arbeiten zu können. Durch die Zusammenlegung der Altersstufen werden Klassenverbände erhalten und somit eine optimalere, gemeinsame Unterstützung beim Lernen und das Bilden von Lernpatenschaften gefördert. Ob bei Minigolf, Kino, Bowling, gemeinsamen Koch- und Backprojekten oder bei der individuellen Nutzung des neuen Veranstaltungssaales haben die Kinder und Jugendlichen einen zusätzlichen Anreiz, miteinander zu kommunizieren und die knappe Freizeit sinnvoll miteinander zu verbringen. Es werden mit den Schülern Abende zu Themen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gemeinsam gestaltet, die Inhalte ergeben sich aus Befragungen der Kinder und Jugendlichen zu ihren Interessen. Es gibt auch traditionelle Veranstaltungen in unserem Haus z.B. Frühjahrs-/Sommerfest, Halloween und Fasching oder auch unser jährlich stattfindendes Beachvolleyballturnier bei deren Vorbereitung und Durchführung die Bewohner mit einbezogen werden. Die Erzieher bringen die Bereitschaft mit, ihre Tätigkeit den besonderen Bedingungen des Nachwuchs-Leistungssportes anzupassen. Dazu planen sie ihre beratende, koordinierende und helfende erzieherische Tätigkeit verantwortungsvoll zusammen mit Eltern, Trainern und Lehrern. Eine hohe Qualität dieser Zusammenarbeit wird sichergestellt durch regelmäßige Teilnahme an:
• allen Klassenkonferenzen,
• Besprechungen im Dreierteam (Lehrer, Trainer, Erzieher),
• Trainingseinheiten und Wettkämpfen der Sportler (begleitend),
• Elternversammlungen,
• verschiedenen gemeinschaftsfördernden Veranstaltungen der Schule (u. a. Einschulung, Zeugnisausgabe, Auszeichnungsveranstaltungen, Hoffest, Tag der offenen Tür).

Im Dreierteam werden mit gemeinschaftlichem Blick auf die Kinder und Jugendlichen Vereinbarungen zur individuellen Förderung getroffen. Zusätzlich dazu gibt es ein Gremium, bestehend aus Trainern und sportartenverantwortlichen Erziehern (mindestens 2 pro Sportart), welche das Anliegen haben, die Zusammenarbeit mit den Trainern zu intensivieren und zu spezifizieren. Ein regelmäßig stattfindender Informationsaustausch (mindestens 1x pro Schulhalbjahr) soll es ermöglichen, Probleme, Sorgen und natürlich auch positive Anliegen auszutauschen und schnellstmöglich gemeinsam umsetzbare Lösungen zu finden. Für die Trainer und Lehrer besteht die Möglichkeit, ihre Athleten im Wohnheim zu besuchen und sich ein Bild über die Wohnsituation und das Miteinander der Sportler im Alltag zu machen. Durch die Spezifizierung der altersgemäßen Zusammensetzung der Etagen haben Trainer und Lehrer entsprechend weniger Ansprechpartner im Wohnheim. Lehrer, Trainer und Erzieher haben neben den sportlichen und schulischen Erfolgen auch mögliche Niederlagen in allen Lebensbereichen aufzufangen. Da nicht jeder Sportler die Weltspitze erreichen kann, gilt es, das Selbstwertgefühl zu fördern und andere Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung aufzuzeigen. Hier werden für Schüler ohne sportlichen Leistungsauftrag neue Perspektiven gemeinsam entwickelt und ausprobiert. Um den täglichen Anforderungen in der pädagogischen, erzieherischen und gesundheitsfördernden Arbeit besser gerecht zu werden und sich über neueste Kenntnisse in relevanten Themenbereichen zu informieren, nutzen die Erzieher die modernen Medien. Des Weiteren wird ständig eine inhaltliche Diskussion zu allen jugendspezifischen Themen der Heranwachsenden in verschiedenen Arbeitsgruppen geführt. Daraus entstehen veränderte Zielsetzungen für die weitere Arbeit im Wohnheim, die dann in die Überarbeitung der Konzepte und Handlungsanleitungen einfließen. Inhouseschulungen sowie regelmäßig stattfindende Fallbesprechungen im Team sollen allen Mitarbeitern eine ständige Aktualisierung ihres Fachwissens ermöglichen und Sicherheit in ihrer täglichen pädagogischen Tätigkeit geben. Ergänzend dazu steht den Mitarbeitern ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsprogramm zur Verfügung. Es werden alle Bereiche im Wohnheim einer inhaltlichen Überprüfung unterzogen, um die Arbeit effektiver zu gestalten und eine übersichtliche Dokumentation durchzuführen. Den Jugendlichen ist eine optimale Entfaltung ihrer Selbstständigkeit durch Förderung der Erzieher zu ermöglichen. Durch die Begleitung zu Wettkämpfen sowie Hospitationen in der Schule werden die Erzieher in die Lage versetzt, die Sportler in ihrer gesamten Persönlichkeit besser kennenzulernen und dementsprechend die notwendige pädagogische Arbeit auszurichten. Zu einer gezielten Arbeit gehört unbedingt eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, die die ersten und wichtigsten Bezugspersonen der Sportler sind. Dies geschieht durch „Kennenlerntage“ mit persönlichen Gesprächen sowie Telefonate und Elternabende. Die Kenntnis und Umsetzung des neuen Bundeskinderschutzgesetzes ist unerlässlich in der Arbeit der Erzieher. Hierzu sind alle Beteiligten weitergebildet und nutzen den präventiven Ansatz aus diesem Gesetz. Alle Mitarbeiter arbeiten in entsprechenden Problemlagen nach der Handlungsanweisung zur Sicherung des Kindeswohls. Durch eine verbesserte Dokumentation von Vorkommnissen ist es leichter möglich, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Die Kommunikation zwischen allen pädagogischen Fachkräften wird durch eine täglich stattfindende Dienstübergabe, in der wichtige aktuelle Informationen ausgetauscht werden, gewährleistet. Bei auftretenden Vorfällen im Zusammenleben im Wohnheim wird hier eine einheitliche Sichtweise erarbeitet, die dann von allen Beteiligten getragen wird. Gemeinsame Dienstberatungen (im Dreiwochenrhythmus) aller Mitarbeiter werden für Abstimmungsprozesse im gesamten Wohnheim genutzt. Längerfristige Themen, übergreifende Problemstellungen und weitreichende Entscheidungen sind Inhalte dieser Beratungen. Als gemeinschaftliches Gremium von Leitung und gewählten pädagogischen Fachkräften wurde der Pädagogische Rat installiert, der beratend Erziehern und Sportlern zu allen Fragen der Erziehung zur Verfügung steht. Seine Mitglieder stimmen sich zu wohnheimspezifischen Themen ab. Die elterlichen Interessen werden durch eine von ihnen gewählte Kommission vertreten. Ziel dieser Elternbeteiligung ist es, die Wünsche und Interessen zu bündeln und zu formulieren. Die Kommission sollte sich sinnvoller Weise aus Eltern aller einzelnen Etagen und Sportarten zusammensetzen, um die individuellen Belange zu berücksichtigen. Leitung und Kommission tauschen sich regelmäßig aus. Geeignete Inhalte können gemeinsam mit Mitgliedern des Pädagogischen Rats erörtert werden. Für Beschwerden und Anfragen der Schüler steht die Geschäftsführung der Luftschiffhafen Potsdam GmbH zur Verfügung. Wichtig für das Zusammenleben im Wohnheim sind die von den Schülern der Etagen gewählten Vertreter, die sich regelmäßig (mindestens sechsmal jährlich) treffen, um Belange aus ihrer Sicht anzusprechen und Rat zu erhalten. Sie können sich zu allen Themen des Hauses äußern, nehmen damit Einfluss auf Aktivitäten und geben auch Hinweise zur Umsetzung der Hausordnung. Sie informieren ihre Mitbewohner über den Austausch mit der Leitung und geben Rückmeldung über besprochene Sachverhalte. Die Kommunikation der Leitung, der pädagogischen Fachkräfte und der Kinder und Jugendlichen mit dem Träger ist durch die räumliche Nähe jederzeit gewährleistet. Die Geschäftsführung der Luftschiffhafen Potsdam GmbH ist als Ansprechpartnerin allen Beteiligten bekannt. Regelmäßig wird die Geschäftsführung durch die Wohnheimleiterin über alle Vorgänge im Wohnheim informiert. Zu ausgewählten Themen nimmt sie an Dienstberatungen der Mitarbeiter und Sitzungen des Pädagogischen Rates sowie der Elternvertretung teil. Die Geschäftsführung nimmt alle grundsätzlichen Abstimmungen der Trägergesellschaft mit der Stadtverwaltung Potsdam in Wohnheimfragen wahr.

Verantwortlichkeiten 2015/2016


  • Gestaltung von Themenabenden - alle Erzieher
  • Fahrradwerkstatt - Herr Zier, Herr Sprenger
  • Homepage / Onlinepräsenz - Herr Sprenger
  • Kreativwerkstatt - Frau Sämann, Frau Walpert
  • Dokumentation sportlicher Erfolge - Frau Ruge
  • Kinderschutz - Frau Kalliske
  • Etagenvertreterversammlung - Frau Kalliske, Frau Straßburg
  • Ernährungsberatung - N.N.
  • Betreuung der Kadersportler - Herr Sprenger, Herr Zier
  • Qualitätsmanagement - N.N.
  • Pädagogischer Rat - Herr Tönse + Frau Pöge +Herr Bredemeier + Frau Schneider +Herr Merten + Frau Scheller(WHL) + Frau Senf + Herr Grande + Herr Christ
  • Sportler ohne Leistungsauftrag - Frau Streit
  • Elternbeirat - Frau Schneider
  • Entspannungstherapie - Frau Kalliske
  • Lerntherapie - Frau Streit
  • Anspechpartner bei Beschwerden - Die Geschäftsführung

 

Geschäftsführer


Andreas Klemund
Luftschiffhafen-Potsdam GmbH
Am Luftschiffhafen 2
14471 Potsdam

Leitung des Wohnheims


Marina Scheller
Haus der Athleten
Zeppelinstrasse 114
14471 Potsdam
Telefon: + 49 (0) 331/5057 1063
Telefax: + 49 (0) 331/5057 1098
E-Mail: wohnheim@luftschiffhafen-potsdam.de
Internet : www.Haus-der-Athleten-Potsdam.de

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