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Die Medienentwicklungsplanung der Sportschule Potsdam

Wie sieht zeitgemäßer Umgang mit modernen Medien aus? Wie können alle am Lernprozess Beteiligten Medienkompetenz  entwickeln? Wie kann  auch außerhalb des Unterrichts in Trainingslagern und Wettkämpfen  individualisiertes Lernen stattfinden? Diese Fragen bilden die Grundlage zur Planung, Umsetzung und Evaluation von Medienentwicklung der Sportschule Potsdam. Ziel ist dabei immer, den Besonderheiten des Systems Sportschule Rechnung zu tragen.
Die Schaffung von internetfähigen Computerarbeitsplätzen in allen Bereichen stand dabei zunächst im Mittelpunkt. So gelang es dank europäischer Fördermittel, Haushaltsgeldern und Sponsoren, fast alle Unterrichtsräume mit Computerarbeitsecken bzw. Notebook-Beamer-Kombinationen auszustatten,  einige Dokumentenkameras und ein interaktives Whiteboard zu finanzieren.  PCs wurden sowohl in  Schüler- als auch in Lehrerarbeitsräume  integriert.
Mit dem Schulträger gemeinsam soll aus Haushaltsmitteln die Installation eines Terminalservers verbunden mit einem pädagogischen Netzwerk realisiert werden. So können Arbeitsoberflächen nutzerfreundlich, Wartungsarbeiten zentralisiert und einfacher gestaltet sowie E-Content,  Online-Bibliotheken usw. umfassender und altersspezifischer verwaltet werden.
Unsere schulische Lernmanagementplattform  basiert auf einem Moodlesystem, welches aus Haushaltsgeldern finanziert und mit unserem Partner, der Europäischen Sportakademie Brandenburg administriert wird.
Durch Anschaffung kleiner leistungsfähiger Notebooks zur Mitnahme in Trainingslager oder zur Nutzung vor Ort und die Bereitstellung eines geschlossenen WLAN im Schulhaus ist  E-Learning sowohl weltweit als auch in allen Bereichen der Schule selbst, den Arbeitsräumen, dem Schülerklub, den Lichthöfen usw. ganz individuell  möglich, sind  für alle Schülerinnen und Schüler die materiell-technischen Zugangsbedingungen zum schulischen Online-Lernzentrum gegeben.
Ein Multimediakabinett mit Schnitt-PCs, nutzbar durch alle Fachbereiche und den Kurs Medien und Kommunikation für die Erarbeitung und Präsentation multimedialer Projekte, Analyse von Filmaufnahmen mit Trainings- und Bewegungssequenzen  bis hin zur selbständigen Produktion von eigenen Lehr- und Unterrichtsfilmen für E-Learning ergänzt die Ausstattung gemäß unseres mischfinanzierten Medienentwicklungsplanes.

Lernmanagementsystem und individualisiertes Lernen

Schülerinnen und Schüler der Sportschule müssen in hohem Maße selbständig und eigenverantwortlich tätig werden, um trotz aller begleitenden Fördermaßnahmen die umfangreichen Unterrichtsausfälle während Trainingslagern und Wettkämpfen zu kompensieren.
E-Learning,   schulintern, aber auch über eine Internetplattform als moderne Kommunikationsform für Kadersportler,  für alle der ca. 500 Schüler der Sportschule bietet hier ganz vielfältige Möglichkeiten.

Mit dem LISUM wurde zunächst ein erstes E-Learning-System auf einem BSCW-Server entwickelt, welches während des jährlichen Kanurennsport -Trainingslagers in Florida zum Einsatz kam. Nur wenige Sportler profitierten davon.
Die Funktionalitäten von BSCW genügten uns nicht, die Übertragung auf ein Moodlesystem erfolgte. 
Es erweist sich außerdem auch praktikabler, ganze Unterrichtssequenzen für alle Schüler so aufzubereiten, dass sie sowohl vor Ort im Unterricht als auch von unterschiedlichen Trainingslagern aus nutzbar sind. Schülerinnen und Schüler im Trainingslager oder auch während krankheitsbedingter Abwesenheit können so verfolgen, welche Inhalte die übrige Klasse vermittelt bekommt. Auch Lehrerinnen und Lehrer sind damit in der Lage, unkompliziert Aufgaben auszuwählen, die von den Klassen bei Krankheit des Lehrers gelöst werden können.        Es zeigt sich, dass die Moodlenutzer zur wiederholenden Vorbereitung auf Klausuren und Klassenarbeiten oder auch zum Nacharbeiten versäumten Unterrichtsstoffes gern auf die E-Learningmaterialien zurückgreifen.
Individualisiertes Lernen ist somit während und außerhalb des Unterrichts intensiviert und flexibel gegeben.

Die Kolleginnen und Kollegen der Sportschule erarbeiten Inhalte selbst oder nutzen frei verfügbares Material aus dem Internet.
Eine kleine Gruppe von „Teletutoren“ bildet sich in einigen Funktionalitäten des Moodle teilweise gegenseitig fort und multipliziert seit Mitte 2010 ihr Know How an die Kolleginnen und Kollegen der jeweiligen Fachbereiche. In schulinternen Lehrerfortbildungen oder auch in ganz individuellen „Sprechstunden“ werden Aufgaben und Texte digitalisiert und Kursinhalte zusammengestellt. Zur Erleichterung kommen Tablets, Dokumentenkameras und digitale Stifte zum Einsatz.
Zunächst bestand E-Learning aus Bereitstellung von Übungsaufgaben und Lerninhalten in allen Fächern sowie das „Einsammeln“ und Bewerten der Ergebnisse. Inzwischen bieten Chats, Foren, Mindmaps, Wikis vielfältige Möglichkeiten der interaktiveren Kommunikation auf der Plattform, kurzschrittigere Lernhilfen und -kontrollen sind möglich.
Die anfängliche Zurückhaltung vieler Kolleginnen und Kollegen, bedingt durch Unsicherheiten im Umgang mit den Systemen, aber auch durch den immensen Aufwand, den Erarbeitung von Kursinhalten zunächst mit sich bringt,  weicht in dem Maße, in dem die Vorzüge dieses weiteren pädagogischen Instruments erkannt sind.
E-Learning macht Schule.
Jedoch: Die bereits im MBJS durch mehrere E-Learning-praktizierende Schulen festgestellte Notwendigkeit professioneller didaktischer Schulungen der Lehrerkollektive möchten wir an dieser Stelle nochmals unterstreichen.

E-Learning ist an der Sportschule Potsdam auch dank EFRE zur Realität geworden.
Wir hoffen, dass das Bildungsbudget auch im Land Brandenburg zukünftige Hardwarefolgekosten finanzierbar macht, die Contententwicklung nicht nur die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer bleibt  und somit ‚Schule’ mit der Entwicklung der ‚Smartphonegeneration’  Schritt halten kann.

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