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Menschen treffen Menschen:

16.08.2018 | 17:29

 

Horizonte erweitern, Geflüchtete verstehen

"Yallah, Yallah!", ruft Amru, einer der Projekttagsleiter, immer wieder den Schülerinnen und Schülern der siebenten Klassen zu und tippt auf seine Armbanduhr. Sie müssen sich beeilen, soviel verstehen die Jugendlichen noch. Doch als Amru nach Namen, Nationalität und Geburtsdatum auf Arabisch fragt, wissen die meisten nicht mehr weiter. Die Ratlosigkeit ist Teil des Spiels „Auf der Flucht“, in dem die Klasse verschiedene Stationen einer Fluchtroute durchläuft und so hautnah miterlebt, wie kompliziert, frustrierend und gefährlich der Weg für tausende Geflüchtete nach Deutschland ausgehsehen hat.

Das Simulationsspiel, in dem deutsche Jugendliche die Rolle syrischer Geflüchteter eingenommen haben, bildet den Abschluss der Projekttage „Menschen treffen Menschen“. Das Projekt wurde von der Stiftung für Engagement und Bildung e.V. ins Leben gerufen, um junge Brandenburger mit Geflüchteten ins Gespräch zu bringen. So lernten die Jugendlichen nicht nur die Zahlen und Fakten, sondern auch die Menschen hinter den Statistiken über Flucht und Migration kennen.Einer dieser Menschen ist Amru. Nicht mehr in der Rolle des schroffen Asylbeamten, der fremdsprachige Geflüchtete registriert, ist er ein zugänglicher, junger Mann, der für alle Fragen offen steht. Da er selbst den beschwerlichen Weg aus Syrien nach Deutschland gegangen ist, kann er aus erster Hand von seinen Erfahrungen berichten. Im Vordergrund steht dabei, einen Raum des Austauschs und des Kennenlernens zu schaffen. So erzählt Amru den Kindern über seine eigenen Fluchterfahrungen, das Leben in Syrien, über das Ankommen in Deutschland und die Schwierigkeiten sich in einer neuen Heimat zurechtzufinden.

An insgesamt 10 Tagen konnten die Schülerinnen und Schüler der siebenten Klassen durch Gruppenarbeiten, Gesprächsrunden, Filme und Spiele, mehr über die Flucht vor Krieg und das Ankommen in Deutschland erfahren.Am Ende der Projekttage macht das Simulationsspiel noch einmal eindrücklich klar: Das Ankommen in einem fremden Land ist nicht so einfach wie gedacht. Dennoch konnten die Jugendlichen starke Impulse für ein positives Miteinander aus den Projekttagen mitnehmen

Weitere Informationen stehen auf der Website der Stiftung zur Verfügung:

http://www.german-african-partnership.org/index.php?id=595

 

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