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Schulleiter Ziemer verabschiedet sich in den Ruhestand

27.01.2017 | 17:14

Die letzte Schülervollversammlung des Halbjahres war gleichbedeutend mit dem Abschied von Rüdiger Ziemer als Schulleiter der Sportschule Potsdam. Bei der Festveranstaltung mit vielen Ehrengästen wurde deutlich, dass damit wirklich eine Ära zu Ende geht. Zwanzigeinhalb Jahre lang hat Ziemer die Sportschule geleitet – und zu dem gemacht, was sie heute ist. In seiner Rede hob der scheidende Schulleiter hervor, dass „seine“ Schule die erfolgreichste Sportschule Deutschlands in den Sommersportarten sei, was olympische Medaillen angehe. Genauso wichtig wie diese sportlichen Erfolge sei jedoch das Ziel, „Persönlichkeiten zu prägen“ – möglich werde das „durch Lernen jenseits von Angst und Langeweile“. Die Schülerinnen und Schüler, das betonte Ziemer nachdrücklich, seien die wichtigsten Personen des Systems Sportschule.

Oberbürgermeister Jann Jakobs hob in seiner Festrede die Leistungen Ziemers hervor. Er besitze die Fähigkeit zur Gestaltung von Visionen und vereine dies mit einem langen Atem – zwei Charaktereigenschaften, die nur wenige Menschen gleichermaßen besäßen. Nur dadurch sei der Prozess der Neugründung der Sportschule nach der Wende und ihre Ausgestaltung über die Jahre so ungemein erfolgreich verlaufen. Als Dank überreichte Jakobs dem Schulleiter „das schwerste Buch, das es über Potsdam gibt“ und wünschte ihm, dass sein Ruhestand möglichst aktiv sei und er sich in möglichst vielen Projekten engagieren möge.

Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Ehemalige hatten ein Programm auf die Beine gestellt, in dem unter dem Motto „Das große Finale“ schlaglichtartig die Geschichte der Sportschule und des Schulleiters Ziemer gewürdigt wurden. Tina Bergmann sang nochmal – wie damals, als sie noch Schülerin an der Schule war – ein bewegendes Abschiedsständchen und auch ein echter Jägerchor, bestehend aus Lehrern und Trainern mit stilechten Hüten, war zu hören. Das Sportquiz und das Geschichtsquiz zur Schule meisterte Ziemer sicher. Lustig war die pantomimische Darstellung der „Kühe“, also der Projekte, die über die Jahre – meist mit Erfolg – durchs Schuldorf „getrieben“ worden sind, und Staunen erregte ein Zusammenschnitt alter Sportschul-Filme, der die „Metamorphosen“ der Schule und ihres Schulleiters plastisch vor Augen führte. Außerdem wurden markante Redeausschnitte vorgeführt, es gab einen Sportschulkuchen und einiges mehr. Am Ende kündigte ein Schülerfilm als emotionalen Höhepunkt ein großes Geschenk als Dank für Herrn Ziemer an: Gemeinsam sang die gesamte Schulgemeinschaft das Lied „Adieu“, das Ziemer fünf Jahre zuvor dem damaligen Abiturjahrgang mit auf den Weg gegeben hatte, bevor er die Mensa durch ein Spalier – so wie es Ritual bei der Verabschiedung der dreizehnten Klassen ist – verließ. Jede Klasse schenkte dem Deutsch- und Geschichtslehrer statt Rosen ein Buch, so dass am Ende ein ganzer Bollerwagen voll zusammenkam.

Nach den Winterferien tritt Frau Dr. Iris Gerloff die Nachfolge Rüdiger Ziemers an und stellt sich den Schülerinnen und Schülern am gleichen Ort in einer Schülervollversammlung vor.

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