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Ab in den Schnee

17.01.2017 | 14:06

Wintertrainingslager 2017 in Klingenthal

Vom 04. bis 13. Januar

 

Wie in den vergangenen Jahren war auch im Januar 2017 die Jugendherberge in Klingenthal das Reiseziel der 42 Nachwuchskanuten des KC Potsdam. Sie wurden durch vier Trainer begleitet, betreut und angeleitet. Nicht alle der Angereisten konnten die zehntägige winterliche Vorbereitung auf die bevorstehende Wettkampfsaison voll ausschöpfen, denn fünf der teilnehmenden Paddeltalente mussten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abreisen.

Ansonsten boten ideale Wetterbedingungen sowie die gewohnten guten Unterbringungs- und Versorgungsmöglichkeiten beste Voraussetzungen für ein anspruchsvolles Grundlagen-/ Ausdauertraining. Das wurde voll ausgenutzt und bereitete darüber hinaus den Teilnehmern neben allen Anstrengungen auch entsprechenden Spaß. Der gemeinschaftliche Erlebnisfaktor trug zudem wesentlich dazu bei, die eigene Leistungsbereitschaft zu steigern und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Einige der jungen Potsdamer Sportlerinnen und Sportler haben ihre Eindrücke von dem Trainingsaufenthalt  im schneebedeckten sächsischen Vogtland zu Papier gebracht. Nachfolgend sind diese Gedanken in chronologischer Reihenfolge der Trainingstage nachzulesen.

 

 

 

 

Für Ben Hanisch war bereits der erste Tag anstrengend:

 

„Als wir am Anreisetag in Klingenthal aus dem Bus ausgestiegen waren, durften wir zunächst  einen ziemlich hohen und steilen Berg hochlaufen. Mit dem ganzen Gepäck war das schon sehr anstrengend. Oben angekommen, konnten wir uns über ein leckeres Mittagessen freuen. Danach erhielten wir unsere Skier für den ersten Lauf in das Skistadion. Da wurden wir in der klassischen Langlauftechnik unterwiesen. Der Rückweg durch den Wald war für die Skater unter uns ziemlich anstrengend, weil man in der Loipe laufen musste und da ist man oft weggerutscht. Die anschließende Freizeit nutzten wir auf unserem Zimmer zum Ausruhen. Nach dem Abendbrot konnten wir bis 21.00 Uhr irgendetwas machen. Eine halbe Stunde später war Nachtruhe angesagt. Bis zum Morgen hat es durchgeschneit und für mich war es eine ziemlich kühle Nacht.“

 

Am dritten Tag war nicht nur Lisa Lingstädt erschöpft:

 

„Am 6. Januar starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück alle gemeinsam auf unseren Skiern in Richtung Weitersglashütte. Auf dem Weg dorthin zog sich aufgrund der Altersunterschiede unsere Gruppe sehr weit auseinander. Doch schließlich kamen nach Beendigung der Trainingseinheit alle wieder pünktlich zum Mittagessen an. Nachdem wir gegessen hatten, nutzten viele von uns die anschließende Pause als Chance für einen erholsamen Mittagsschlaf. Danach waren wir Sportler wieder fit für eine weitere Trainingseinheit draußen im Schnee. Eine der beiden Trainingsgruppen hat einige Sprintstaffeln auf Skiern absolviert und anschließend noch etliche Körperkraftzeitkreise hinter sich b gebracht. Unterdessen traf die andere Gruppe wieder in der Jugendherberge ein. Wenig später haben wir alle zusammen Abendbrot gegessen und uns danach zur Hausaufgabenstunde eingefunden. Als auch das erledigt war, hatte jeder bis zur Nachtruhe noch ein bisschen Zeit für sich zur Verfügung. Man kann davon ausgehen, dass alle sehr erschöpft vom Training schließlich zur festgelegten Zeit in die Betten gefallen sind.“

 

 

Als erfolgreichen Trainingstag  empfanden Patrizia Schwarz und Maurice Dolezel den 6.Januar:

 

„Unser dritter Trainingstag begann wie jeder andere um 07.00 Uhr. Eine halbe Stunde später trafen wir uns beim Frühstück, gönnten danach unserem Magen ein wenig Zeit zur Verdauung  und bereits um 08.30 Uhr fuhren zwei Trainingsgruppen hinaus in die eisige Kälte. Beide Gruppen trainierten zusammen, weil unser Trainer Herr Danz zwei erkrankte Sportler zum Bahnhof bringen musste. Unsere schnellsten Skifahrer, eigentlich waren es nur die Skater,  hatten es bis Weitersglashütte geschafft. Alle anderen sind so weit gefahren, wie sie es in 2,5 Stunden schafften. Der erste Streckenabschnitt  erwies sich für die meisten von uns als sehr anstrengend. Deswegen waren alle erleichtert, dass es auf der Rücktour viel bergab ging. Sehr erschöpft aber sicher sind alle wieder in der Jugendherberge angekommen. Nachdem wir uns ein wenig aufgewärmt und geduscht hatten, gab es auch schon Mittagessen. Über die Nudeln mit Tomatensoße haben sich alle gefreut. Von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr hatten wir Gelegenheit zum Krafttanken und Ausruhen. Dreißig Minuten darauf ging es dann bei wunderschönem Wetter wieder in die Loipe. Für unsere Trainingsgruppe standen Staffelrennen auf dem Plan. Das war sehr amüsant, weil die Fahrweise einige Sportler ausgesprochen lustig anmutete. Nach einer Trainingsstunde im Schnee ging es zurück zur Herberge. Dreißig Minuten hatten wir zum Verschnaufen und ab 16.00 Uhr trafen wir uns zum Krafttraining. Vier Kreise zu durchlaufen war wirklich sehr anstrengend, denn danach waren alle ziemlich geschafft. Nun noch schnell duschen und ab zum Abendbrot. Hier genossen wir die leckere Kartoffelsuppe, Salat und verschiedene Brotsorten mit Aufstrich. Um 19.00 Uhr war Hausaufgabenzeit und eine Stunde danach konnte jeder seine Freizeit selbst gestalten. Im Großen und Ganzen hatten wir einen sehr anstrengenden, jedoch erfolgreichen Tag im Schnee verbracht.“

 

 

 

 

Ungewöhnlich kalt wurde es für Arwin Stebe am vierten Tag in Klingenthal:

 

„Bereits um 07.00 Uhr klingelte der Wecker, denn eine halbe Stunde später stand das Frühstücken an. Als wir gegessen hatten, sollten wir bis nach Weitersglashütte fahren. Mit Maurice und Isi bin ich zusammen die erste Hälfte des Hinweges gefahren. Dann wurde es Isi übel und er kehrte um. In Weitersglashütte traf ich Svea und Bella und fuhr mit ihnen zurück. Auf dem Rückweg wurde es uns immer kälter und ich konnte bald nicht mehr weiterfahren. Somit entschlossen wir uns, nach Carlsfeld zu fahren und dort einen Gasthof aufzusuchen. Von dort aus haben wir unseren Trainer Herrn Danz angerufen. Er holte uns mit dem Auto ab und fuhr mit uns zurück in die Jugendherberge auf dem Aschberg. Als wir gegen 14.00 Uhr eintrafen, war natürlich die Mittagszeit schon um zwei Stunden überschritten. Dennoch erhielten wir eine „Extraportion“.

Während der Ruhezeit am Nachmittag fuhren Linus, Ecki, Ophelia und Sarah zum Einkauf.“

 

 

 

Katharina Diederichs schildert das „Rundenkarussell“ am sechsten Trainingstag:

 

„Ich würde sagen, es war ein typischer Montag.

Nach einem noch sehr entspannten Frühstück stieg die Aufregung und Anspannung kontinuierlich an. Da das Auslosen der Startzeit und des Startpartners schon am Vorabend stattfand, war jedem sein Schicksal schon beschieden. Der erste Start erfolgte um 09.00 Uhr und im 30-Sekundentakt wurden die nächsten Läufer  losgeschickt. Insgesamt bestritten 19 Startpärchen den Wettkampf, jeweils ein Skater und ein Klassikfahrer. Bis auf wenige Ausnahmen gab es keine Startprobleme. Erst einmal gestartet hatten alle Teilnehmer ihre zugeteilten Rundenanzahlen im Hinterkopf und als Tacker mitlaufen. Von drei bis fünf Runden waren alle gut ausgelastet und bewiesen in einem Zeitraum von ca. zwei Stunden ihr Können. Die etwa 4 Kilometer lange Runde hatte sowohl steile Anstiege als auch erholsame Abfahrten. Dadurch waren fast optimale Bedingungen gegeben.

Nach Absolvierung aller Runden war sichtliche Erleichterung auf allen Gesichtern zu erkennen und vielleicht sogar ein Funke Stolz aufgrund der erbrachten Leistung.

Das ordentliche Mittagessen und die folgende Entspannungspause füllten die Energiespeicher wieder auf. Somit konnte die letzte Einheit in Angriff genommen und ein guter Trainingsabschluss  erreicht werden. Danach folgten nur noch ein leckeres Abendessen und die Hausaufgabenstunde. Und jeder fiel erschöpft und zugleich glücklich in sein Bett, da ein weiterer Montag zu Ende war.“

 

 

 

Spaß am Wettkampf für Patrick Pelzer

 

„Der neunte Januar war eigentlich ein ganz normaler Tag, abgesehen davon, dass wir heute einen Skiwettkampf zu bestreiten hatten. Wir konnten alle eine Zahl ziehen, die den jeweiligen Startplatz bestimmte. Viele durften während des Wettkampfes nur drei Runden laufen. Ich wollte aber noch zwei Runden mehr zurücklegen, weil es mir so viel Spaß gemacht hat. Von den beiden Partnern, die zusammen ein Paar bildeten, musste der eine Skaten und der andere im Klassikstil laufen.

Am anstrengendsten war ein Berg, der nach einer richtig coolen Abfahrt folgte. Der Rest der Strecke nach dem Überwinden des Berggipfels war richtig entspannend. Als das Rennen beendet war, hatte ich ordentlichen Hunger. Zum Glück gab es ein schmackhaftes und reichliches Mittagessen. Am Nachmittag war Muskeltraining im Kraftkreis angesagt.“

 

 

 

Sarah Kusch erfreut sich an der Abwechslung zwischen Schnee und  Bergen

 

„Heute am begann der Tag für uns wie immer mit dem Aufstehen um 07.00 Uhr. Auch wenn wir noch sehr müde waren, erschienen wir eine halbe Stunde später zum Frühstück. Danach machten wir uns bereit für die erste Trainingseinheit, die um 08.30 Uhr begann. Während sich die Gruppe zwei auf den Weg nach Weitersglashütte machte, fuhr die Gruppe eins in Richtung Schöneck. Auf unserer Fahrt nach Schöneck ergab sich ein Wegwechsel von der Kammloipe auf eine sehr unebene selbstgezogene Spur durch den Wald. Hindurch zwischen Tiefschnee und Tannen stießen wir auf den Topasfelsen. Und als wir wieder auf der Kammloipe angelangten trafen wir auf den Teil unserer Gruppe, der zuvor das Lauftempo nicht halten konnte und etwas zurückgefallen war. Jetzt waren wir zwar wieder auf der vorgegebenen Spur, aber über die weitere Richtung waren wir uns zunächst uneinig und ganz vollzählig war die Gruppe auch noch nicht. Nachdem zwei unserer Sportler an einer Straße orientiert hatten, konnten wir die Fahrt in Richtung Schöneck fortsetzen. Zunächst mussten wir noch einige Berge und Hügel überwinden und erreichten schließlich einen Aussichtsberg auf dem wir ein Gruppenfoto machten. Der Wind blies uns fast wieder vom Berg hinunter. Nun machten wir uns jedoch auf den Rückweg und dabei zog sich unsere Gruppe wieder etwas auseinander. Nach einem langen Berganstieg legte der abgeschlagene Teil der Gruppe erst einmal eine kleine ‚Futterpause‘ ein. Pünktlich zum Mittagessen um 12.00 Uhr waren auch die Letzten in der Jugendherberge angekommen. Die Mittagsruhe nutzten fast alle, um etwas zu schlafen.

Um 14.30 Uhr fuhr die Gruppe eins zum Skistadion während die Gruppe zwei dreißig Minuten später mit dem Krafttraining begann. In einer mollig warmen Hütte innerhalb des Skistadions spendierte uns Frau Welke einen leckeren Tee und wir stießen zusammen auf ihren Geburtstag an. Zurückgekehrt in die Herberge lockerten wir bei Dehnungsübungen und Elementen einer Thaimassage unsere Muskulatur.

Dem sehr leckeren Abendessen um 18.00 Uhr folgte eine Stunde später die Erledigung der Hausaufgaben. Nach dem anstrengenden Tag waren alle froh, sich um 21.30 Uhr in das Bett legen zu können, um für den nächsten Tag gut gerüstet zu sein.“

 

 

Die Geburtstagstorte für Ben Hanisch hat auch dem Sportfreund Niklas Eckert geschmeckt:

 

„Acht Trainingstage sind nun schon vorbei und das Frühstück war auch heute dazu angetan, sich für den anstehenden Wettkampf gut zu stärken.

Dennoch war der 11. Januar besonderer Tag, denn als wir um 07.30 Uhr den Speisesaal betraten, standen auf einem Tisch eine Torte und ein Geschenkpäckchen für Ben Hanisch, der heute seinen 12. Geburtstag hatte. Nach dem Geburtstagslied haben wir ihm alle gratuliert und alles Gute gewünscht. Zum Feiern blieb jedoch wenig Zeit, denn um 09.00 Uhr wurde der Wettkampf gestartet. Die Startreihenfolge richtete sich nach den Wettkampfplatzierungen des Vortages. Nicht alle standen das Rennen bis zum Ende durch, denn die Anstrengungen der vorangegangenen Tage und die damit verbundenen Muskelschmerzen hatten Spuren hinterlassen. Nach dem Wettkampf fuhren wir mit großem Hunger zurück zur Herberge. Zu Mittag gab es Spaghetti mit Bolognese.

Ab 15.30 Uhr war für die Trainingsgruppe Welke Krafttraining  angesagt. Der Kraftkreis beinhaltete vier Runden. Daraus wurden aber fünf Runden, weil Julian in der ‚Flitzerrunde‘ beim Seilspringen hängen geblieben ist. Wir waren ihm alle sehr dankbar, denn dadurch konnten wir ein bisschen mehr Sport machen.

Beim Abendbrot gab es heute zusätzlich zum Brot auch noch Chicken Wings. Da eine Klasse aus Leipzig, die ebenfalls in der Jugendherberge untergebracht ist, heute um 19.15 Uhr eine Disco veranstaltet, dürfen wir uns aussuchen, ob wir dorthin gehen wollen oder Hausaufgaben machen. Die Nachtruhe beginnt jedoch trotzdem für alle ab 21.00 Uhr.“

 

 

 

In den Abendstunden des vorletzten Trainingstages war ebenfalls für Greta Siwula Sachenpacken angesagt:

 

Auch heute am 12. Januar waren alle pünktlich gegen 07.30 Uhr zum Frühstück erschienen, denn gleich anschließend informierten uns die Trainer über den Tagesablauf. Während für die Gruppe eins als Streckenziel Schöneck bestimmt wurde, war für die Gruppe zwei ein Ausflug zum Schneckenstein geplant. Um 08.30 Uhr machten sich beide Trainingsgruppen auf den Weg.  Nach Erreichen vom Schneckenstein machte die zweite Gruppe noch einen Abstecher zum Panoramablick. Kurz nach 11.00 Uhr trafen alle wieder glücklich und erschöpft in der Jugendherberge ein. Über das Mittagessen, es gab Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse, haben sich alle gefreut.

Für den Nachmittag war der dritte Skiwettkampf, ein Staffelrennen, vorgesehen. Der Start erfolgte um 15.00 Uhr und eine Stunde später standen die Sieger fest. Zurückgekehrt in die Herberge wurde um 18.00 Uhr das Abendessen eingenommen und wie gewohnt, wurden die Hausaufgaben ab 19.00 Uhr erledigt.  Bereits ab 19.30 Uhr wurde die Auswertung der Wettkämpfe und Auszeichnung der Sieger in den einzelnen Disziplin- und Altersgruppen sowie unterteilt nach Laufarten (Skaten und Klassik) vorgenommen. Beim Staffelwettkampf gewann die Mannschaft von Ophelia, Ole und Julias vor dem Trio Patricia, Bennett und Linus sowie den Drittplatzierten Chantal, Svea und Ecki.

In der Zeit von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr haben die meisten Sportler schon ihre Sachen für die Heimreise gepackt, denn wenig später war Nachtruhe angesagt.“

 

 

 

Nicht nur Matis Francke musste wegen Unwetters am Abreisetag auf eine letzte Skitour verzichten:

 

„Bereits beim Frühstück um 07.30 Uhr war klar, dass aufgrund des aufgezogenen Unwetters am letzten Tag in Klingenthal das Skifahren ausfallen würde. Deswegen haben wir Aerobic gemacht und danach unsere Skier abgegeben. Bereits um 11.30 Uhr gab es Mittagessen. Anschließend gingen wir zum  Bus. Der Weg dorthin erschien mir so weit, dass ich mich am liebsten auf den Koffer gesetzt und die Strecke runtergerutscht wäre. Unsere Busfahrt über Osterfelde nach Potsdam verlief ohne Probleme.“

 

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