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An Öffentlichkeitsarbeit interssiert

18.02.2014 | 12:14

Sportschülerinnen mit ehrenamtlichem Engagement

 

Allein den nicht geringen Anforderungen an der Sportschule sowie den sportlichen Zielsetzungen im Training und Wettkampf gerecht zu werden, verlangt von allen  Nachwuchssportlern schon ein gerütteltes Maß an Disziplin, Ausdauer und Charakterfestigkeit.   Denjenigen, die von dem begrenzten Limit an persönlicher Freizeitgestaltung etwas opfern, um sich im allgemeinen Interesse ehrenamtlich zu betätigen, gehören daher uneingeschränkter Respekt und hohe Anerkennung. An dieser Stelle möchten wir zwei 16-jährige Sportschülerinnen und Nachwuchspaddlerinnen vorstellen, die diesen Ansprüchen gerecht werden.

Während Clara Thieme bereits seit 2010 die Potsdamer Sportschule besucht, ist Sophie Koch erst vor zwei Monaten in der Brandenburger Landeshauptstadt sesshaft geworden.

 

 

Clara Thieme unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit ihres Vereins

 

„Bevor ich zum Paddeln kam, hatte ich mich bereits in anderen Sportarten betätigt. Letztendlich hat es mir in der Kanuabteilung des WS PCK Schwedt derart gefallen, dass ich mich bereits mit acht Jahren entschlossen hatte, endgültig dabei zu bleiben. Sicherlich haben auch der Stellenwert, den der Kanusport in meinem Geburtsort genießt und die bemerkenswerte öffentliche Anerkennung der Leistungen einiger in der Oderstadt aufgewachsener und später zu Olympiasiegern und Weltmeistern herangereiften Rennkanuten wie Sebastian Brendel mich darin bestärkt, diese Sportart zu wählen“, gesteht die stets bescheiden und freundlich wirkende Potsdamer Sportschülerin Clara Thieme.

Unter Anleitung der Schwedter Trainer Michael Tümmler und Sandra Kiesow gelangen dem Paddeltalent zahlreiche Meisterschafts-Medaillengewinne im Schülerbereich.  Aufgrund ihrer guten sportlichen und schulischen Voraussetzungen wurde sie dann von ihrem Heimatverein an die Potsdamer Sportschule und zum dortigen Landesstützpunkt Kanu-Rennsport delegiert. Das entsprach nicht nur ihrem Wunsch, sondern auch  dem ihrer Eltern. Das ist nicht verwunderlich, denn  schließlich hatte der Vater als einstiger Hammerwerfer in Cottbus ebenfalls sportliche Ambitionen.  Vor nunmehr gut drei Jahren wurde Clara  in die siebte Klasse an der Potsdamer Sportschule Friedrich Ludwig Jahn aufgenommen. Seitdem hat sie ihre sportliche Weiterentwicklung und die Bewältigung der schulischen Anforderungen weiterhin sicher im Griff. „Sowohl im Unterricht als auch beim Training zeichnet sich Clara durch Fleiß, Zuverlässigkeit und akkurate Erledigung aller übernommenen Aufgaben aus. Sie hat klare Vorstellungen von dem, was sie erreichen möchte und alle Voraussetzungen dafür, ihre Zielstellungen zu verwirklichen“, lobt Lehrerin - Trainerin Petra Welke ihren Schützling.  Ihre spätere berufliche Orientierung ist von dem Interesse an einer journalistischen Tätigkeit geprägt. Das war auch der Grund, dass die Sportschülerin das Praktikum als Neuntklässlerin in der Sportredaktion der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ absolvierte.

Seit einiger Zeit widmet sich Clara neben Training, Wettkampf und Schulbetrieb auch der Wahrnehmung ehrenamtlicher Aufgaben in der  Öffentlichkeitsarbeit beim KC Potsdam. Einige ihrer informativ und anschaulich formulierten Texte konnten bereits in den letzten  Ausgaben der „Kanuspitze“ wahrgenommen werden. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank. Im Interesse einer lebendigen und aktuellen Information über das Geschehen im Kanu-Club Potsdam hoffen alle auf ihr weiteres und langfristiges ehrenamtliches Mitwirken.

 

 

 

Sophie Koch mag das Formulieren von Texten

 

Anfang des Jahres 2014 wechselte die 16-jährige Schweriner Kanusportlerin Sophie Koch ihre bisherige Trainingstätte und Schule. Anstelle  „Fauler See“  und Sportgymnasium in der Landeshauptstadt  von Mecklenburg-Vorpommern hat sie sich dafür entschieden, als künftige Trainingsstätte das Potsdamer Havelgewässer „Templiner See“ zu nutzen und sich an der in unmittelbarer Nähe gelegenen Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ auf die Ablegung des Abiturs vorzubereiten.

Ihr Entschluss, sich von der KRG Schwerin zu verabschieden und beim Kanu-Club Potsdam im OSC  ihre weitere sportliche Laufbahn zu gestalten, hat mehrere Gründe und fand sowohl bei den Eltern als auch bei ihrem Heimattrainer volle Unterstützung. „In meiner Heimatstadt Schwerin  und an der Sportschule in Neubrandenburg haben wir zwar auch gute männliche Canadierfahrer, ich hatte dort aber keine adäquaten Trainingspartner. Zudem ist mir der KC Potsdam als erfolgreichster Kanu-Rennsport-Verein Deutschlands bekannt und zu vielen der Potsdamer Kanusportler hatte ich bei vorangegangenen Wettkämpfen bereits gute Kontakte. Daher hat mir nach den Deutschen Meisterschaften 2013 auch Trainer Michael Rachau empfohlen, meine weitere Entwicklung in Potsdam fortzusetzen“, bekennt Sophie Koch.  Den drei Silbermedaillen bei den Deutschen Meisterschaften des letzten Jahres möchte sie möglichst bald weitere hinzufügen. Das größte sportliche Ziel in der diesjährigen Saison sieht sie für sich in der Nominierung für die Auswahl des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) zu den Junioren-Welt/ -Europameisterschaften und das Erreichen von Medaillenrängen bei den Deutschen Meisterschaften. Allerdings ist ihr auch bewusst, dass es für einen Startplatz bei den ersten internationalen Juniorenmeisterschaften im weiblichen Canadierbereich großer Anstrengungen bei den noch ausstehenden Qualifikationen bedarf. Nur zwei Canadierfahrerinnen werden im DKV-Aufgebot Berücksichtigung finden.

Das Paddeln im Rennboot hatte Sophie Koch mit etwa neun Jahren zunächst im Kajak erlernt und ab der fünften Klasse besuchte sie das Sportgymnasium.  Da die jungen männlichen Kanusportler des KRG Schwerin alle im Canadierboot trainierten, fand Sophie schließlich auch Gefallen daran, stellte sich vor etwa zwei Jahren dieser neuen Herausforderung und meisterte die Umstellung auf das Stechpaddel ohne Probleme. Auch die Trennung von ihrem Schweriner Zuhause und den bisherigen Trainingsgefährten hat sie bislang gut verkraftet. Sie plaudert unbeschwert: „Sowohl in der Potsdamer Sportschule als auch in meiner Trainingsgruppe wurde ich gut aufgenommen.  In meinem neuen Umfeld sind alle nett zu mir und ehrlich gestanden, gefällt es mir hier aufgrund der guten Trainings- und Schulbedingungen besser als in Schwerin. Das gute Zusammenwirken zwischen Schule und Trainern sowie die kurzen Wege zwischen Schule, Internat und Bootshaus  ermöglichen mehr Zeit für das Training. Meine Eltern haben sich ebenfalls gefreut, dass ich mich so problemlos und schnell eingelebt habe. Zudem kann ich an trainingsfreien Wochenenden nach gut zwei Stunden Bahnfahrt zu Hause bei meiner Familie sein.“

Ihre Vorliebe für Sprachen sowie der Spaß am Formulieren und Texte verfassen haben die junge Kanusportlerin bewogen, sich neben dem Schulunterricht und dem Training,  auch ehrenamtlich beim KC Potsdam für die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit einzubringen. Gleich zu Beginn ihres Standortwechsels von Schwerin nach Potsdam nahm Sophie am Trainingslager in Klingenthal teil und schilderte in der Januarausgabe der Kanuspitze ihre Eindrücke von diesem Ereignis. Lehrer-Trainerin Petra Welke bescheinigt ihrem Schützling: „Sophie hat bislang eine super Trainingseinstellung bewiesen. Sicherlich kann sie dazu beitragen, die derzeit noch kleine Gruppe weiblicher Canadierspezialisten des KC Potsdam nicht nur zahlen- sondern auch leistungsmäßig weiter zu verstärken“.

 

Potsdam, 16.02.2014

Günter Welke

 

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