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Ça ira! – Das wird!

05.03.2014 | 09:11

Wir können mehr als Sport

Am Samstag, dem 15. Februar 20014, war es soweit. Wir - Antonia Busch, Pauline Bremer, Esther Liebig, Liesa Seifert und Maxie Borchert - stellten uns dem französischen Sprachdiplom Delf scolaire Niveau B1 und B2.

Unsere Französischlehrerin Frau Legrand hatte uns mit den Worten „Ihr schafft das Mädels!“zur Teilnahme ermutigt und in den vergangenen Monaten immer wieder mit uns geübt. So kurz vor der mündlichen und schriftlichen Prüfung kamen mir jedoch erhebliche Zweifel: „Verdammt, das war doch eine Schnappsidee!  Mais c’est la vie! Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“

Also bin ich am Morgen des 15.2. in die S-Bahn gesprungen und habe mich auf den Weg zur Sophie-Scholl Schule in Berlin gemacht. Pünktlich 5 Minuten vor 10 Uhr war ich im Prüfungsgebäude und meldete mich an. Pauline, Esther und Liesa waren bereits vor Ort. Sie steckten schon mitten in der Prüfung. Überall sah ich nette Menschen und lächelnde Gesichter. Doch das half leider nicht. So aufgeregt war ich schon lange nicht mehr! Zu Beginn der mündlichen Prüfung warnte ich deswegen meine nette Prüferin. „ Ça va comme ci comme ça. Je suis très nerveuse!“

Sie meinte, dass sei nicht weiter schlimm und lächelte mir aufmunternd zu. Ich war noch immer nicht überzeugt: „Los Maxie, das wird schon! Jetzt bist du hier und du packst das! Konzentriere dich und hör zu, was sie sagt. Oh Gott, was hat sie gesagt???!!“

„D’accord?“, ob das in Ordnung sei, wollte sie wissen. „Ja klar!  Pardon! - oui biensûr!“ Dann ging es richtig los mit der Prüfung und ich gab mein Bestes.

Als ich fertig war, traf ich Liesa auf dem Flur. Sie kam mir völlig erschöpft entgegen, hatte aber ein gutes Gefühl. Wir warteten auf Antonia, bei der auch alles gut gelaufen war, und suchten uns dann ein Café.

Das war schwerer als gedacht, denn in unmittelbarer Umgebung fanden wir nur Raucherlokalitäten mit dem Warnhinweis „Der Zutritt ist für unter 18-Jährige nicht gestattet!“. Nun waren wir zwar volljährig, beschlossen aber dennoch, nicht in das zwielichtige Dunkel einzutauchen.

Pauline und Esther stießen kurz darauf zu uns, erledigt von ihrer 2,5 stündigen schriftlichen Prüfung, welche auch eine Höraufgebe beinhaltete. Wir erholten uns kurz bei Tee, heißer Schokolade und Kuchen bis es in die zweite Runde ging. Ich war mittlerweile entspannter und ich glaube, den anderen ging es genauso. Esther, die ein Auslandsjahr in Kanada verbracht hatte, musste sich jedenfalls keine Sorgen um die mündliche Prüfung machen. Sie wirkte seelenruhig. Wir wünschten uns Glück und brachen wieder auf.

Unser Prüfer war ein sehr ruhiger und unaufgeregter junger Mann. Wir spekulierten über die Herkunft des Stempels auf seinem linken Handrücken. Unsere Schlussfolgerung: „Der war bestimmt letzte Nacht feiern!“

Der nächste Teil des Examens war sehr anspruchsvoll. Wir wurden aber alle rechtzeitig fertig und waren extrem erleichtert, als wir dann alles hinter uns hatten. Nun bleibt zu hoffen, dass wir auch alle bestanden haben und bald unser Diplom-Zertifikat in den Händen halten dürfen.

Grund zum Feiern haben wir in jedem Fall!

 

 

Maxie Borchert

Aktueller Nachtrag vom 2. April 2014:

ALLE BESTANDEN!!!!! :-)

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