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Die diesjährigen Deutschen Judo-Meisterschaften der U20 in FF/Oder

13.03.2012 | 13:56

Zwei Rückkehrer und ein Dauerbrenner

 

Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der U20 in FF/Oder hielten für die Potsdamer Judoka einige Überraschungen bereit. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Am Ende stehen für den UJKC zwei Gold- und eine Bronzemedaille auf der Habenseite. Doch insgeheim hatte man sich, nicht ganz unberechtigt, noch Hoffnungen auf ein oder zwei Medaillen mehr gemacht. Doch der Reihe nach. Am Samstag gingen gleich 5 Sportler aus Potsdam an den Start.

Martin Setz und Nico Rudat hatten sich in der Gewichtsklasse -66Kg viel vorgenommen, standen am Ende jedoch mit leeren Händen da. Ärgerlich dabei, dass Nico in seinem ersten Kampf, nach einer starken Leistung und einer umstrittenen Kampfrichterentscheidung dem späteren Deutschen Meister Derkowski in der Schlußsekunde unterlag. Nach einem Sieg in der Trostrunde unterlag er dann erneut und war damit ausgeschieden. Ein wenig besser schien es zunächst für Martin zu laufen, der seine ersten beiden Kämpfe souverän gewinnen konnte. Im Viertelfinale jedoch nahm das Unglück seinen Lauf. Durch eine äußerst fragwürdige Kampfrichterentscheidung unterlag er seinem Gegner vorzeitig und in der Trostrunde kam dann im nächsten Kampf das Aus für ihn. Für Tom Dielforder in der Gewichtsklasse -73Kg war es ein Tag zum Vergessen. Er verlor seine beiden Kämpfe und versäumte es damit, sich weiter in den Fokus zu rücken. Britta Exner (-70Kg) konnte sich bis ins Viertelfinale vorkämpfen, verlor dort jedoch ihren Kampf etwas unglücklich. In der Trostrunde gewann sie erneut einen Kampf, musste sich dann aber doch geschlagen geben. Am Ende belegte sie damit den 7. Platz.

Zu diesem Zeitpunkt lief es bei einem anderen Sportler vollends nach Plan. Philipp Galandi, der eigentlich schon in die nächsthöhere Gewichtsklasse -100Kg gewechselt war und sich kurzfristig, nach Absprache mit dem Bundestrainer, dazu entschieden hatte -90Kg zu kämpfen, war ganz still und leise und äußerst souverän bis ins Finale vorgedrungen. Noch dazu hatte er alle seine Vorrundenkämpfe vorzeitig beendet. Im Finale stand er dann Marco Winkler aus Frankfurt gegenüber. Doch auch der Lokalmatador fand kein Mittel gegen Philipp, der seit über einem halben Jahr keinen Wettkampf mehr in dieser Gewichtsklasse bestritten hatte. Nach drei Minuten beendete Philipp auch dieses Duell  durch einen sehenswerten Ippon vorzeitig und sicherte sich somit den Titel des deutschen Meisters.

 

Am Sonntag kämpften dann vier Athleten des UJKC. Emely Siewert (-48Kg), die nach zwei Jahren Pause, erst seit einem halben Jahr wieder voll trainiert, musste sich bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft in ihrem Auftaktkampf geschlagen geben und schied vorzeitig aus. Tom Schulz (-55Kg) lieferte in seinem letzten Wettkampf bei den Superleichten eine starke Vorstellung ab. Nachdem er seine ersten beiden Kämpfe souverän gewinnen konnte und sich somit bis ins Viertelfinale vorkämpfte, musste er sich dort erstmals geschlagen geben. Ein weiterer Sieg in der Trostrunde brachte die Medaillenkämpfe für ihn in greifbare Nähe, doch leider verlor er den entscheidenden Kampf gegen Max Baczack aus Bottrop.  Am Ende belegte er wie Britta den 7.Platz.

Melissa Mache (+78Kg) wollte nach ihrer langen Verletzungspause endlich wieder auf der Wettkampfmatte zeigen, was in ihr steckt. Nach zwei ungefährdeten Siegen in der Vorrunde stand sie im Halbfinale. Nach einem spannenden Kampf unterlag Melissa am Ende mit einer mittleren Wertung. Leider waren auch diesmal die Kampfrichter unfreiwillig im Fokus. Denn die Wertung fiel nachdem der Kampf bereits durch die Hauptkampfrichterin unterbrochen worden war und hätte somit eigentlich als nichtig gewertet werden müssen. Nichtsdestotrotz raffte sich Melissa noch ein letztes Mal auf und sicherte sich souverän eine Bronzemedaille.

Für das Highlight an diesem Sonntag sorgte dann unser Schwergewicht Paul Elm. Nachdem er schon das Ranglistenturnier in Berlin gewinnen konnte, sicherte er sich auch in Frankfurt den ersten Platz und machte sich damit im Beisein seiner gesamten Familie, wohl selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Denn Paul wurde einen Tag vorher zarte 18 Jahre alt.

Seine drei Vorrundenkämpfe gewann er recht souverän und zog somit verdient ins Finale ein. Dort hieß der Gegner erneut, wie schon in Berlin, auf Maximilian Kroll aus Niedersachsen. In einem taktisch geprägten Kampf konnte Paul erneut unter Beweis stellen, dass er sich im letzten Jahr enorm weiterentwickelt hat. Letztendlich gab es einen verdienten Sieg im Golden Score durch eine Bestrafung seines Gegners wegen anhaltender Passivität und lieferte damit dem Trainergespann um Yvonne Bönisch, Axel Kirchner und Mario Schendel, doch noch einen Grund zum Lachen und dem Verein einen versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Meisterschaften.

Mario Schendel

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