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Interesse an Potsdamer Sportschule

12.11.2011 | 17:32

Großes Interesse an Potsdamer Sportschule

 

Die Zuschauerränge der Leichtathletikhalle im Potsdamer Luftschiffhafen waren am 12.11. zum Tag der offenen Tür der Potsdamer Sportschule prall gefüllt.  Der große Andrang von sportlich talentierten Schülern der sechsten Klasse und ihrer Begleitung aus allen Teilen des Landes Brandenburg dokumentierte das große Interesse an einer Einschulung in die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Lehreinrichtung. Daran konnte auch das vor kurzem von sensationslüsternen Medienvertretern aufgebauschte und mit Mutmaßungen hinterlegte Ereignis im Internat der Sportschule nichts ändern. Direktor Rüdiger Ziemer brachte das Geschehen zur Sprache und betonte in diesem Zusammenhang, dass an der hiesigen Schule keine Form von Gewalt toleriert werde. Auf eine Bewertung des Vorkommnisses wurde jedoch in Anbetracht noch laufender Ermittlungen richtigerweise verzichtet.

Jährlich werden in der Potsdamer Eliteschule des Sports, die übrigens als erste Schule deutschlandweit diesen Titel verliehen bekam, 120 Einschulungen in die siebente Klasse vorgenommen. Von diesen Schülern werden 80 bis 90 im Internat untergebracht und betreut. Derzeit werden 350 Schüler in den Klassen sieben bis zehn unterrichtet und in der Abiturstufe sind es 246 Sportschüler.

Das Potsdamer Schulmodell hat sich unter dem Motto:  modern trainieren - konsequent erziehen - mit Freude lernen, bewährt und das auch wiederholt unter Beweis gestellt. Wie an der Sportschule in enger Zusammenarbeit mit den Sportverbänden alles getan wird, um aus Talenten Sieger zu machen, wurde am Beispiel der Rennkanutin Fanny Fischer verdeutlicht.

Drei aus verschiedenen Bundesländern und Sportarten  kommende und als „Sportschülerin des Jahres 2011“ geehrte junge Sportlerinnen standen vor dem großen Forum in der Leichtathletikhalle Rede und Antwort zu ihrer Motivation, die Sportschule in Potsdam ausgewählt zu haben und zu ihren Erfahrungen, die sie hier bisher  machten. Eine überzeugende Ergänzung übrigens zu den Ausführungen von Schulleiter Ziemer, der die anwesenden möglichen Bewerber für die Aufnahme 2012 an die hiesige Schule und deren Erziehungsberechtigte über die vielfältigen Schulangebote, die Unterbringung im Internat und die Aufnahmeverfahren informierte.

So  wie sicherlich auch in den anderen neun Sportarten der Schule, waren gleichermaßen die Sechstklässler bei den Kanuten zahlreich zum Tag der offenen Tür erschienen. Mit familiärem Anhang waren es ca. 90 Personen. Über spezielle Details ihrer Sportart wurden die künftigen Sportschüler  in einer separaten Veranstaltung von Landestrainer Michael Tümmler sowie von den Lehrern/ Trainern Petra Welke, Stefan Danz und Frank Cwikla in Kenntnis gesetzt. Unter anderem interessierten sich die Anwesenden über die Ausstattung mit Sportgerät, die Trainingsstunden und die Regelungen zur Heimreise ihrer im Internat untergebrachten Kinder. Auch darüber, dass von den 30 anwesenden möglichen Bewerbern letztlich nur 12 auf eine Einschulung im Jahr 2012 hoffen können, wurde vom Landestrainer informiert. Nach Abwägung aller Kriterien (schulische und sportliche Anforderungen sowie ärztliche Untersuchung) wird der Zulassungsbescheid Anfang 2012 den Erziehungsberechtigten zugestellt.

Während der Informations- und Fragestunde im Schulgebäude berichteten darüber hinaus zwei Kanu-Sportschüler aus ihrer Sicht über das Lernen an der Schule, das Leben im Internat und das Training im Landesstützpunkt Potsdam. Die 12-jährige Pauline Rybarz (KC Potsdam) stellte den Stundenplan vor und beantwortete auch Elternanfragen zu den Trainingszeiten und zur Freizeitgestaltung. Über ein Jahr ist der 13-jährige Lukas Roediger (WSV PCK Schwedt) im Internat untergebracht. Er informierte über die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Festlegungen zum Tagesablauf im Internat. „Ich fühle mich hier im Internat wohl und zwischen den Bewohnern ist ein für mich normales Zusammenleben gewährleistet. Gängeleien oder gar Übergriffe zwischen den hier untergebrachten Sportlern habe ich bisher nicht feststellen können“, antwortete er auf eine Frage bezüglich der in den Medien bekannt gemachten Vorwürfe.

Für zwei der anwesenden Bewerber zur Aufnahme an die Sportschule steht schon jetzt fest, dass sie unbedingt im nächsten Jahr zu den neuen Sportschülern gehören wollen. Beide Elfjährige gehören der Nachwuchsgruppe des Potsdamer Trainers Joaquin Delgado an, sind derzeit in der gleichen 6.Klasse der hiesigen Zeppelinschule, haben jeder für sich  im Einerkajak und darüber hinaus zusammen im Zweierboot während der abgelaufenen Saison im Altersbereich der Schüler B zahlreiche Meistertitel und Medaillen erpaddelt. Neben der weiteren sportlichen Entwicklung, haben sie auch klare Vorstellungen über ihr schulisches Ziel. „Ich will an der Sportschule, wie mein Bruder zuvor, das Abitur ablegen. Auch meine Schwester war an der Sportschule, allerdings in einer anderen Sportart“, meint Florian Kühn, einer der beiden Potsdamer Schul- und Sportfreunde. Und er bekennt auch bezüglich seiner sportlichen Ambitionen unumwunden: „Eine Teilnahme an Olympischen Spielen ist ja der Traum eines jeden Sportlers“. Sein Freund Martin Hiller ist sich ebenfalls sicher: „Auf jeden Fall will ich das Fachabitur erreichen und mich auch sportlich ständig weiterentwickeln“.

Diesen beiden jungen Sportlern und allen anderen Bewerbern für die Sportschule gilt der Wunsch für viel Erfolg und Durchhaltevermögen auf ihrem weiteren Weg.

 

Potsdam, 12.11.2011

Günter Welke

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