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Kanuten im Erzgebirge

14.01.2011 | 11:57

Nachwuchskanuten holten sich Kondition auf  Vogtländer Schneepisten

Knapp zehn Tage verweilten zu Jahresbeginn 40 junge Kanusportler/-innen  (alles Potsdamer Sportschüler) des Landesstützpunktes Potsdam mit vier Trainern in der Jugendherberge Klingenthal, um sich mit Kraft- und Konditionstraining auf die Wettkampfsaison 2011 vorzubereiten. Für die Lehrer/Trainer Petra Welke, Frank Cwikla und Stefan Danz war es nicht das erste Trainingslager, das sie in dem relativ schneesicheren Gebiet des Vogtlandes durchführten. Dagegen bewegte sich der neue Nachwuchstrainer Lutz Altepost, der im Vorjahr seine leistungssportliche Karriere beendet hatte, ebenso wie einige seiner Schützlinge erstmals in dieser Intensität auf Skiern über Berg und Tal. Neben den anstrengenden Skiläufen und natürlich auch den zu erledigenden schulischen Hausaufgaben kamen bei den Sportschülern jedoch auch Spaß und Entspannung nicht zu kurz. Einige der Nachwuchssportler lassen uns hier mit ihren herzerfrischenden Berichten  an ihren Eindrücken und Erlebnissen während des Wintertrainingslagers teilhaben.

Günter Welke



03.01.2011 (Anreisetag)
„Am 03.01. ging es um 05.50 los, wir mussten den Bus beladen. Zuerst ging es Richtung Berlin, dann nach Sachsen. Nach ca. 2 ½ Stunden erreichten wir einen Rasthof. Dort wurde eine halbe Stunde Pause gemacht. Außerdem gab es dort einen kleinen Laden mit Süßigkeiten, Getränken und Essbarem. Somit konnte sich jeder für die weitere Fahrt noch etwas kaufen. Dann ging es weiter und gegen 12.30 Uhr kamen wir in Klingenthal an. Nun wurden die Koffer in einen zweiten Bus umgeladen und mit Skiern und Taschen ging es den Berg hinauf. Gegen 13.00 Uhr waren wir am Bergkamm angelangt und bekamen unsere Zimmer zugeteilt. Anschließend wurden die Koffer nach oben gebracht und danach zu Mittag gegessen. Bis 13.45 Uhr konnten noch Skier ausgeliehen werden und eine dreiviertel Stunde später ging die erste Skitour endlich los:“

Gregor Götze (Jahrgang 1997)




04.01.2011
„Heute ging es für alle früh raus, um 07.30 Uhr gab es Frühstück. Danach durften wir noch einmal auf die Zimmer, damit wir unsere Sportsachen anziehen konnten. Jetzt ging es los, auf die Skier und ab. Nach einer dreistündigen Tour durch Wälder im Schnee gab es Mittagessen. Gegen 14.30 Uhr starteten wir zu einer weiteren Schneetour. Nachdem wir wieder zurück waren, aßen alle Abendbrot. Von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr erledigte die ganze Mannschaft im großen Versammlungsraum ihre Lehrgangsaufgaben. Um 21.45 Uhr mussten alle auf ihren Zimmern sein und im Bett liegen. Dann konnten die Trainer noch kontrollieren. Nach diesem Kontrollgang versuchten die Sportler zu schlafen, denn der Tag war anstrengend gewesen.“

Paul Ganse (Jahrgang 1996)



05.01.2011
„Der Tag begann in unserem Zimmer mit dem Weckruf von ‚Haselhörnchen’. Keiner rührte sich, bis Sophie endlich aufstand und das Licht anmachte. Alle krochen noch weiter unter die Decke, bis wir schließlich aufstehen mussten. Wir machten uns fertig und dachten dabei schon an das spätere Skifahren. Nach dem Frühstück war es dann so weit. Umziehen, Skier an und los ging es. Heute Morgen war es echt extrem kalt, aber da mussten wir durch. Für unsere Trainingsgruppe ging es bis nach Schöneck zum Parkplatz. Ich bemühte mich, mit Annika mitzufahren, was ich dann auch schaffte. Hinter uns sahen wir Frau Welke und Co., bis wir uns dann am Parkplatz trafen und eine Pause machten. Als es uns dann langsam kalt wurde, brachen wir zur Rücktour auf, bei der uns dann Frau Welke und Co. überholte. Es war ganz schön anstrengend, da wir viele Berge erklimmen mussten. Als wir ankamen hatten wir nur noch einen Gedanken: erst duschen, dann umziehen und anschließend zum Mittag.  Es gab Schnitzel, was allen gut schmeckte. Glücklicherweise war die ersehnte Mittagspause da. Manche schliefen, manche lasen und manche beschäftigten sich anderweitig. Um 14.30 Uhr ging es wieder auf die Loipe. Diesmal standen Staffelspiele auf dem Plan. In jeder Gruppe waren zwei Leute, die abwechselnd eine kleine Runde fuhren. Damit fertig, mussten wir nur noch eine Runde ausfahren. Schon nach eineinhalb Stunden waren wir wieder da und unser Trainingstag war für heute beendet. Bis zum Abendbrot hatten wir noch etwas Zeit zum Ausruhen. Als dann endlich Abendbrot war, freuten sich alle, denn es gab Baguette mit Kräuterbutter. Danach kam dann die Hausaufgabenstunde. Bis zur Nachtruhe hatten wir nur noch eine Stunde Zeit, weil jemand am Vortag eine Minute nach der Nachtruhe meinte, auf das Klo gehen zu müssen.“
Sophia Schmidt (Jahrgang 1996)





06. und 07.01.2011
„Heute früh um 09.00 Uhr war Gregor als erstes dran und absolvierte den Wettkampf. Trotz der der schlechten Witterung gaben wir uns alle sehr viel Mühe. Die Schülerinnen A mussten zwei Runden mit je 3,8 Kilometer Länge fahren, die männlichen Schüler A fuhren drei Runden. Auch die weibliche Jugend absolvierte drei Runden, während es die männliche Jugend am schwersten hatte und ganze vier Runden fuhr. Nach der Mittagspause sind einige von uns mit Frau Welke und Herrn Cwikla einkaufen gefahren. Am Nachmittag hatte unsere Trainingsgruppe zum Glück kein Training mehr. Die anderen gingen noch einmal in den Gymnastikraum und machten Entspannungsübungen. Am Abend teilten uns die Trainer mit, dass wir eine halbe Stunde länger wach bleiben dürfen. Na ja, hoffentlich sind die lieben kleinen Jungs noch etwas ruhiger die nächsten Nächte und vielleicht bekommen wir dann noch eine halbe Stunde länger.
Nach der etwas warmen Nacht, in der schon echt viel geschmolzen und getaut war, schnallten wir gegen 08.30 Uhr unsere Skier an und fuhren in Richtung Talsperre und zurück. Für mich persönlich war es die schlimmste Fahrt meines Lebens, denn erstens war es richtig warm, neblig und matschig, zweitens fuhren wir `ne richtige Scheißstrecke und drittens hetzte der liebe Herr Altepost Antonia und mich. Wir skateten die ganze Strecke und kamen völlig fertig und durchgeschwitzt zu Hause in unserer Jugendherberge an. Die anderen erzählten im Nachhinein auch, wie kacke es sich fahren ließ. Die Mittagsruhe verlief wie immer ruhig und am Nachmittag um 14.00 Uhr kamen Gregor und Hänschen wieder von ihrem „Tagestrip“ zurück. Sie meinten, sie hätten sich verlaufen…na ja. Herr Danz machte ab 15.00 Uhr mit uns noch ein paar Übungen im Stadion. Frau Welke und Herr Cwikla drehten auch noch einige Runden im matschigen Schnee. Das Abendbrot war lecker, die Hausaufgabenzeit auch ‚angenehm’.“
Mara Nagel (Jahrgang 1997)




08.01.2011
„Als ich aufstand hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, denn wir sollten um halb neun einen Wettkampf auf Skiern fahren. Ich ging dann also nach dem Zähneputzen mit Clara zum Essen. Doch ich bekam nur einen Happen runter, weil ich so aufgeregt war. Da wir warten mussten, bis alle am Tisch fertig waren, kamen wir erst spät ins Zimmer. Ich machte mich bereit und fuhr los zum Start. Nach einer Weile fiel mir auf, dass ich ein wenig zu früh losgefahren bin. Als ich endlich starten wollte oder musste, war ich langsamer als sonst, denn die Strecke war etwas matschig. Dann ging es nach Hause und ich konnte keinen Schritt mehr gehen, als wir auf der Straße waren. Ich schmiss mich einfach in einen Schneehaufen und blieb dort für einige Minuten sitzen. Zum Schluss schleppte ich mich die zwanzig Meter doch noch nach oben. Schnell wie der Blitz war ich beim Essen. Ich konnte es kaum erwarten, mir den Bauch voll zu schlagen.  In der Mittagspause lag ich auf meinem Bett und schlief hin und wieder ein. Doch dann ging es weiter -  ich hatte keine Lust! Nach dem anstrengenden Wettkampf vormittags sollten wir noch etwas kleinere Runden fahren. Die Trainer haben es gesagt, also konnte ich nichts dagegen machen. Hanka verbrachte mit mir die sechs Runden. Wir waren so langsam wie noch nie zuvor. Jede der sechs Runden musste ich mir und Hanka einreden, nicht abzukürzen. Dank meiner Argumente blieben wir auf der richtigen Strecke und kämpften uns durch, bis wir in der Jugendherberge waren.  Im Abend war Spielabend. Nur sechzehn Personen machten dort mit, ich auch. Es war total lustig und hat Spaß gemacht. Die Schokolade hat sehr lecker geschmeckt, und ich liebe Schokolade! Als wir fertig waren, mussten wir ins Bett, denn es War schon 21.15 Uhr. Wir redeten noch ein bisschen und schliefen dann ein. Ich konnte nicht gut schlafen, weil Hanka mein Bett voller Krümel gemacht hatte. Ich war so sauer!
Das war mein kurz gefasster Tagesablauf.“
Saskia Regorius (Jahrgang 1997)




08.01.2011
„Wir mussten heute am 08.01. (Samstag) mal wieder 07.15 Uhr aufstehen, weil 07.30 Uhr schon Frühstück war. Also hatten wir nur 15 Minuten, um uns fertig zu machen. Das Frühstück war toll. Es gab wieder Brötchen, Marmelade, Cornflakes und etwas zu trinken. Es war alles sehr lecker.
Um 09.00 Uhr mussten wir schon im Wald sein, weil wir heute wieder Wettkampf hatten. Ich musste vier Runden fahren. Der Schnee war heute richtig schlecht, weil es getaut hatte. Paul und ich waren die Ersten, die zurück waren. Zum Mittagessen gab es heute wahlweise Eier mit Senfsoße oder Kartoffeln mit Kräuterquark. Das Essen war nicht wirklich lecker, denn eigentlich mag ich Senfsoße. Die Kartoffeln mit Kräuterquark dagegen waren lecker.
Als Trainingseinheit am Nachmittag sind wir sechs dreiviertel Runden gefahren. Manche mussten mehr fahren, weil sie abgekürzt hatten.“
Timon Gödde (Jahrgang 1996)






09.01.2011
„Heute am 09.01. bin ich um 07.00 Uhr aufgestanden und bin dann um 07.30 Uhr zum Frühstück runter gegangen. Zum Frühstück gab es wie immer das Gleiche. Danach habe ich noch ein wenig I-Phone gespielt. Um 08.30 Uhr sind wir dann in Richtung Schöneck gefahren. Am Parkplatz sind wir dann umgedreht. Auf der Rücktour hat Wesley einen Skistock verloren und nicht mehr gefunden. Um 11.00 Uhr sind wir wieder in der Jugendherberge angekommen. Um 12.00 Uhr gab es dann Gulasch mit Knödeln zum Mittagessen. Danach sind wir runter ins Tal gegangen. Als wir wieder zurückkamen, sind wir raus, ein wenig Skifahren gegangen. Um 18.00 Uhr gab es zum Abendbrot leckeres Baguette. Um 19.00 Uhr sind wir Tischtennis spielen gegangen und gegen 21.30 Uhr gingen wir zu Bett.“

Dennis Will (Jahrgang 1996)




10.01.2011
„Heute ging es für alle wie immer um 08.30 Uhr in die Loipe. Nach einer anstrengenden Fahrt gab es Spaghetti mit Bolognese als Mittagessen. Nun war wieder bis ca. 14.30 Uhr Mittagsruhe angesagt. Ab 15.00 Uhr war Start für die Staffeln. Zuerst sollten wir die kleine Runde fahren, doch nach vielen und schmerzhaften Stürzen wurde der Wettkampf unterbrochen. Von den Trainern wurde entschieden, dass die normale Wettkampfrunde von den Dreier-Staffelteams insgesamt zweimal gefahren werden sollte. Gewonnen hatte mein Team und nun musste die Trainingsgruppe von Herrn Cwikla noch eine Dreiviertelstunde Körperkraft machen. Natürlich gab es nun wieder Abendbrot und von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr, da es Montag war, die allseits so geliebte Hausaufgabenstunde.“

Sven Streichan (Jahrgang 1996)




11.01.2011 (Abreisetag)
„Als erstes bin ich um 07.00 Uhr aufgestanden. Timon und ich sind dann ins Bad gegangen und haben uns gewaschen. Zum Frühstück gab es mal zur Abwechslung Schoko- und Vanillepudding.
Unsere Trainingsgruppe ist dann nochmals kurz Skifahren gewesen. Wir sind noch einmal ins Stadion gefahren und haben dort einige kleine Runden gedreht. Als wir wieder zurück waren, haben wir alle unsere Zimmer aufgeräumt und danach etwas gegessen. Am Schluss haben wir alle Taschen ins Auto geräumt. Die Busfahrt war sehr lustig.“

Hans Poschart (Jahrgang 1996)



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