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Kanuten im Schnee

16.01.2015 | 07:06

40 Potsdamer Kanu-Sportschüler tauschten für acht Tage das Boot gegen Skier

 

Vom 05. bis 13. Januar waren  für 40 Nachwuchskanuten des Landesstützpunktes Potsdam die Jugendherberge in Klingenthal und die Skiloipen des sächsischen Vogtlandes Heim- und Trainingsstätte zugleich. Unter Leitung der vier Lehrer-Trainer Petra Welke, Frank Cwikla, Stefan Danz und Tino Hoffmann sollten die acht Trainingstage unter Winterbedingungen vor allem zur Konditionierung der Sieben- bis Zehntklässler der Potsdamer Sportschule genutzt werden. Wenngleich die Schneeverhältnisse nicht über die gesamte Aufenthaltsdauer optimal waren, konnten die Erwartungen, die mit dem Aufenthalt in dem Wintertrainingslager verbunden waren, dennoch erfüllt werden. Die meisten Teilnehmer waren nicht zum ersten Mal in Klingenthal und kamen demzufolge auch gut mit den Witterungsverhältnissen zurecht. Nur wenige der jungen Rennpaddler standen zum ersten Mal auf Skier, erlernten jedoch in relativ kurzer Zeit die Beherrschung des zuvor für sie ungewohnten Sportgerätes. Mit Lara Nikita Trogisch war auch eine Nachwuchspaddlerin aus Rathenow dabei, deren großer Wunsch darin besteht, ab kommendem Schuljahr ebenfalls die Sportschule in Potsdam besuchen zu können.

Neben dem Training im Schnee und im Kraftraum war darüber hinaus in den frühen Abendstunden noch ein vorgegebenes Lernpensum in Form von Hausaufgaben zu bewältigen. Nach den Trainingsbelastungen des Tages sicherlich nicht die angenehmste Seite für die Beteiligten, dennoch wurden auch diese Aufgaben ohne Probleme bewältigt.

 

Günter Welke

 

Einige der Sportschüler schildern an dieser Stelle ihre Sicht zum Trainingslageraufenthalt. Drei von ihnen offenbarten sogar ein poetisches Gespür, das sie in einem kleinen Gedicht zum Ausdruck bringen.

 

 

Lara Nikita Trogisch, Svea Krumrey, Curly Sue Meixner (7. Klasse) lassen ihren Gedanken freien Lauf:

 

„Winter ist eine schöne Zeit,

es schneite überall weit und breit.

Da reisten wir nach Klingenthal,

das war echt eine gute Wahl.

Erschöpft angekommen in der weißen Pracht,

schliefen wir durch die erste Nacht.

 

Die Einheiten waren hier echt hart,

wir freuten darauf, dass unser Zuhause naht.

Trotzdem war es hier ganz schön,

wir konnten uns an alles gewöhn’.

An die Trainer wollten wir nur noch sagen: „Danke sehr“,

auf jeden Fall kommen wir wieder her.“

 

 

Lara Nikita Trogisch (Gastschülerin aus Rathenow, 7. Klasse) schildert am 05.01. ihre Eindrücke:

 

„Mein Tag begann heute sehr chaotisch. Curly kam gestern zu mir ins Gästezimmer hinunter. Dabei hatten wir viel Spaß und haben viel gelacht. Wir konnten nur wenig schlafen, aber es reichte aus. Die Busfahrt nach Klingenthal verlief normal, ich habe sogar ein wenig geschlafen und auch Musik gehört. Als wir an unserem Reiseziel ankamen, quälte ich mich zusammen mit Curly damit ab, unsere schweren Koffer den Berg hoch zu tragen. Als wir wenig später erfuhren, dass wir unsere Koffer auch hätten nach oben fahren lassen könnten, waren wir echt sauer. Auf der Hälfte des Weges kamen Malte, Tom und Maurice. Maurice und ich haben dann die Koffer getauscht, weil seiner etwas leichter war und ich echt nicht mehr konnte. Curlys Tasche hat er dann auch genommen. Das war sehr nett von ihm. Als wir endlich oben waren, sind wir erstmal essen gegangen. Eigentlich hatten wir nicht wirklich Hunger, haben aber trotzdem etwas gegessen. Am Nachmittag sind wir dann Ski fahren. Das war am Anfang echt komisch, denn zuvor bin ich noch nie Ski gefahren. Ich habe mich oft hingepackt und hatte, wenn ich ehrlich bin, auch ein wenig Angst. Schließlich konnte ich es als Anfängerin schon ganz gut, aber sehr anstrengend  war  es dennoch. Deshalb habe ich mich an diesem Tag besonders auf das Abendbrot gefreut.“

 

 

Über den zweiten Tag in Klingenthal berichtet Tom-Lucas Hinz (8. Klasse):

 

„Ich bin um 07.05 Uhr aufgestanden, dann war ich Zähne putzen und habe  mich anschließend angezogen. Um meinen Hunger zu stillen, habe ich gegen  07.30 Uhr das Frühstück eingenommen. Eine Stunde später war ich zusammen mit meiner Trainingsgruppe drei Stunden lang auf Skiern unterwegs. Es war sehr anstrengend. Als ich mich danach ein wenig ausgeruht hatte, bin ich duschen gegangen. Pünktlich um 12.00 Uhr war ich beim Mittagessen. Unsere Mittagspause ging bis 14.30 Uhr, danach  sind wir wieder Ski gefahren und haben im  Stadion einen Wettkampf gemacht. Als ich wieder in der Jugendherberge war, habe ich mich ein wenig ausgeruht und bin um 18.00 Uhr essen gegangen. Anschließend musste ich noch in Vorbereitung auf den nächsten Tag meine Skistöcke umtauschen und habe mich ab 19.00 Uhr mit den Hausaufgaben beschäftigt.  Danach habe ich diesen Bericht geschrieben.“

 

 

So erlebte Jasmin Schröter (8. Klasse) den dritten Aufenthaltstag im Vogtland:

 

„Heute begann mein Tag um 07.02 Uhr, denn es gab 07.30 Uhr Frühstück. Danach ging es zum Training. Heute Vormittag standen 20 Laufkilometer auf dem Plan. Darauf  habe ich mich nicht allzu sehr  gefreut, weil ich Angst hatte, es nicht zu schaffen. Während des Skilaufens  war es aber nicht so schlimm, wie gedacht.  Es war eigentlich sehr cool. Die 20 km stand ich auch einigermaßen ohne Schmerzen durch, weil ich mich selbst ein bisschen abgelenkt und versucht habe, nicht so weit hinten zu bleiben. Das hat auch geklappt. So gegen 11.30 Uhr war ich  wieder in der Jugendherberge und sehr k. o.. Schmerzen hatte ich nicht. Nach dem Mittagessen um 12.00 Uhr hatten wir Zeit, um uns auszuruhen. Ab  14.30 Uhr ging es dann weiter mit dem Training. Wir sind die Wettkampfstrecke abgefahren, aber nicht allzu weit. Als wir damit fertig waren, hatten wir nur eine knappe Stunde Zeit, um uns auf den zweiten Teil des Trainings vorzubereiten. Es war nämlich Athletik von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem Programm. Das war kein Kinderspiel, aber wir konnten zwischendurch auch lachen. Um 18.00 Uhr gab es dann Abendbrot und der Tag, den ich ganz gut fand, war damit so gut wie rum.“

 

 

Den Wettkampftag am 08.01. beschreibt Ria Strauß (9. Klasse):

 

„Heute klingelte der Wecker um 07.00 Uhr morgens. Wir waren noch etwas kaputt von den vorangegangenen Trainingstagen und das Aufstehen fiel ziemlich schwer. Dennoch wollten wir natürlich pünktlich 07.30 Uhr beim Frühstück erscheinen. Fertig mit dem leckeren Frühstück, konnte es nun gestärkt mit dem Skifahren losgehen. Es stand ein Wettkampf bevor, den wir je nach Altersgruppe über 12 bis 20 Kilometern absolvieren mussten. Der Wettkampf erstreckte sich über  mehrere 4-Kilometerrunden. Trotz der schlechten Wetterbedingungen, wie Nebel, Schnee und später auch Regen, kämpften sich alle Sportler tapfer durch die Runden. Als wir nun geschafft durchs Ziel kamen, mussten wir noch den 1,5 Kilometer langen Weg zur Jugendherberge bewältigen. Kurz nach unserer Ankunft gab es auch schon Mittagessen. Die Jugend- und Juniorensportler hatten nachmittags noch eine Trainingseinheit vor sich. Trainingsgruppe Welke machte um 16.30 Uhr Aerobic und anschließend ein paar Körperkraftübungen. Wir kamen ins Schwitzen, doch es hat großen Spaß gemacht. Um 18.00 Uhr gab es endlich Abendbrot. Anschließend erledigten wir unsere Hausaufgaben, die wir für das Trainingslager mitbekommen hatten. Dann hatte die Trainingsgruppe Cwickla noch bis 20.15 Uhr ihr Programm zur Entwicklung der Körperkraft zu absolvieren. Ziemlich geschafft konnten wir nun ins Bett und uns auf den nächsten anstrengenden Tag gefasst machen.“

 

 

Einen anstrengenden Tag erlebte Nicolas Eckert (7. Klasse) am 09.01.:

 

„Heute hat es die ganze Nacht lang geregnet und gestürmt. Das fand ich doof, weil wir nur schlecht einschlafen konnten, denn der Wind hat sehr laut gegen unser Fenster geweht. Am Morgen sind wir um 07.00 Uhr sehr müde aufgewacht und kurz darauf zum Frühstück gegangen. In der ersten Trainingseinheit fiel uns allen das Skifahren sehr schwer, weil der frostige Boden wegen des Regens vereist war. Das hat uns alle genervt, weil wir noch die Strecke bis zur Weitersglashütte zurück zu legen hatten.  Viele von uns sind auf dem Weg oft in den nassen Schnee gefallen. Als ich ankam, hatten die meisten Sportler schon gegessen. In der Trainingseinheit am Nachmittag haben wir  Tischtennis auf chinesische Art gespielt. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil jeder der rausgeflogen ist, eine zusätzliche Sportübung machen musste. Trotz der Anstrengung war es aber auch sehr lustig. Am Abend haben wir noch unsere Hausaufgaben gemacht und sind dann völlig müde ins Bett gegangen.“

 

 

Maiten Schmidt (8. Klasse) berichtet über seine Erlebnisse an zwei Tagen:

 

„Der 10. Januar begann wie gewöhnlich mit dem Frühstück um 07.30 Uhr. Danach bereiteten wir uns auf den bevorstehenden Wettkampf vor. Dieser sollte für alle um 09.00 Uhr beginnen und aufgrund der unterschiedlichen Streckenlängen zeitlich gestaffelt zu Ende sein. Die Länge der Wettkampfstrecken wurde  nach Alter und Geschlecht bestimmt. Die männliche Jugend musste fünf Runden a’ 4 Kilometer fahren. Die weibliche Jugend und die männlichen Schüler A hatten vier  Runden, die weiblichen Schüler A dagegen drei Runden zu absolvieren. Jedem von uns wurde viel abverlangt und so gab es keinen, der nicht froh war, endlich die Ziellinie überquert zu haben. Das  leckere Mittagessen und die anschließende Mittagspause hatten sich alle wohl verdient. Den Rest des Tages hatten wir frei und konnten einkaufen gehen oder andere Sachen machen. Nach dem Abendbrot hatten wir noch unsere Hausaufgabenzeit. Um 21.30 Uhr war dann schließlich der Tag für uns vorbei.

 

Am darauf folgenden Tag klingelte um 07.30 Uhr der Wecker und erinnerte uns daran, dass es an der Zeit war, aufzustehen, sich anzuziehen und das Frühstück einzunehmen. Bereits eine Stunde später machten wir uns auf die Socken, um  den Rammelsberg in der Hoffnung hochzugehen, dass dort noch Schnee liegt. Und in der Tat, es war so. Das nutzten wir, um uns bis  zur Mittagszeit auf Skiern zu bewegen. Nach dem schmackhaften Mittagessen hatten wir bis 14.30 Uhr Zeit zum Ausruhen. Nach der Pause spielten wir eine Stunde lang Tischtennis und trainierten dann noch eine Stunde Körperkraft. Nach dem Abendbrot stand noch die Hausaugabenzeit bevor und danach war  Aufräumen angesagt. Ab 21.30 Uhr mussten wir dann im Bett liegen.“

 

Den letzten Trainingstag vor der Rückreise erlebte Cathy Eggert (7. Klasse) wie folgt:

 

„Es ging schon früh los. Die erste Einheit sind wir Ski gefahren. Es hat sich keiner verletzt, trotz der vom Regen vereisten Loipe. In der Mittagspause haben wir Fernsehen geguckt, Klavier gespielt und uns natürlich  ausgeruht. In der nächsten Einheit waren wir Nordic Walken. Damit keiner zu langsam läuft, hat uns der sich am Ende der Gruppe aufhaltende Herr Hoffmann mitgeteilt, dass derjenige, den er überholt, eine zusätzliche Athletikübung absolvieren muss. Aber jeder von uns Sportlern hat sich bemüht, nicht langsam zu laufen. Alle sind vor Herrn Hoffmann angekommen (Glück gehabt!). Nach dem Abendessen war die Hausaufgabenzeit, und ich setzte mich hin, um diesen Tagesbericht zu schreiben. Ich bin auch schon gespannt, wer nach der Wettkampfauswertung die Preise bekommt. Ich fand den Tag sehr lustig.“

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