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Kanuten kämpfen gegen die Hitze

22.07.2019 | 09:53

29. Ostdeutsche Meisterschaften Kanu-Rennsport auf dem Beetzsee bei Sonnenschein pur

 

Auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel, die vor wenigen Tagen auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken konnte, sorgten während der Ostdeutschen Meisterschaften Kanu-Rennsport vom 27.-30.06.  nicht nur die hochsommerlichen Temperaturen, sondern auch der vollbesetzte überdachte Tribünenteil mit den anfeuerungsfreudigen Zuschauer für beste Stimmung bei den Aktiven und Betreuern. Der lautstarken Unterstützung beim Wettkampfgeschehen auf dem Wasser konnten sich alle gewiss sein, egal welchen Alters oder welcher Vereinszugehörigkeit.  Es war schon beeindruckend zu beobachten, wie trotz der enormen Hitze selbst die Kleinsten und die Parakanuten mit letztem Einsatz um Sieg, Medaillen und Platzierungen die letzten Kräfte mobilisierten und für ihre Anstrengungen mit viel Beifall bedacht wurden.

 

Wenngleich die bei den Europäischen Spielen in Minsk startenden Paddelasse aus den Landesverbänden Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Brandenburg nicht dabei sein konnten, der Stimmung am Beetzsee tat das keinen Abbruch. Allerdings ist es auch zum Teil der genannten Tatsache geschuldet, dass aufgrund geringer Bootsanzahl bei knapp einem Fünftel von 133 Finalläufen nicht jede errungene Goldmedaille mit dem Meisterschaftstitel gleichzusetzen war. 

 

Zu den erfolgreichsten Vereinen/ Renngemeinschaften der Ostdeutschen Meisterschaften - beginnend bei den B-Schülern bis zur Leistungsklasse -  gehörten der Kanu-Club Potsdam im OSC, der SC Magdeburg, die SG LVB Leipzig, die Renngemeinschaft Sachsen, das Kanu-Team Berlin, der KV Brandenburger Adler und der WSV Am Blauen Wunder Dresden.

 

Die umfangreichste Medaillensammlung, konnte der KC Potsdam mit 24 Siegen und 37 weiteren Medaillen auf seinem Konto verbuchen. Nachfolgend reihten sich der SC Magdeburg (17 Siege, 25 Silber-/Bronzemedaillen) und die SG LVB Leipzig (15 Siege, 29 Silber-/Bronzemedaillen) ein.

 

Mehrere der in Brandenburg an der Havel  gestarteten  Potsdamer Sportler/-innen konnten mehrfach Goldmedaillen  erringen. Und das sowohl im Einer- als auch im Mannschaftsboot.

So waren bei der Leistungsklasse die Kajakfahrer Finn Eidam mit sechs und Felix Frank mit fünf Siegen erfolgreich. An den insgesamt acht Goldmedaillen der Leistungsklasse waren zudem je einmal Clara Thieme, Jonas Schmitt, Martin Hiller, Tibor Gescö und Leonard Busch beteiligt. Der Sieg im K1 über 200 m bedeutet zugleich für Felix Frank und Clara Thieme die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Parallelsprint Anfang August im Rahmen der Veranstaltung „Die Finals – Berlin 2019“.

Alle 13 Siege, die von den Potsdamer Rennkanuten im Junioren- und Jugendbereich erzielt wurden, gehen auf das Konto der Canadierfahrer/-innen. Am erfolgreichsten erwies sich hierbei die Jugendliche Chantal Tornow mit fünf Goldmedaillen. Je dreimal Gold holten Greta Siwula, Felix Kliemann und Erik Etlich, je zweimal paddelten Ole Einar Jacob und Jan Wessel im Siegerboot und einmal gewann Charlotte Pietzsch. Eine beachtenswerte Leistung vollbrachte ebenfalls der jugendliche Kajakfahrer Anton Winkelmann, der gegen starke Konkurrenten im K1 zwei Silbermedaillen und im K2 eine Bronzemedaille errang.

Die jüngsten Rennpaddler des KC Potsdam verbuchten bei den B-Schülern einen Sieg und drei weitere Medaillen. Hier bewies vor allem Matwej Genrich (Jahrgang 2008) mit dem Gewinn des Kanu-Mehrkampfes vor dem Clubgefährten Finley Schüler seine Leistungsstärke.

Der KV Brandenburger Adler, in dem die A-Schüler der Jahrgänge 2005/ 2006 aus mehreren Brandenburger Vereinen integriert sind, platzierte sich mit 8x Gold, 4x Silber und 2x Bronze in der Medaillenbilanz dieser Altersgruppe knapp hinter dem Kanu-Team Berlin (10/ 9/ 2). Als „erfolgreichster Brandenburger Adler“ erwies sich mir vier Goldmedaillen Leon Michael Reckzeh (JG 2005), der seine Siege zweimal gemeinsam mit Ben Hanisch im K2, einmal im K1 und einmal im Kanu-Mehrkampf erzielte. Zwei Goldmedaillen gewann Florin Bange und als Kanu-Mehrkampfsiegerinnen zeichneten sich zudem Hedi Moane Kliemke (JG 2005) und Lilly Timm (JG 2006) aus.

Im Jahrgangsbereich der B-Schüler waren sieben weitere Brandenburger Vereine unter den Medaillengewinnern zu verzeichnen: Blau Weiß Wusterwitz (3/ 0/ 1),  Rathenower WSV Kanu (2/ 1/ 0), WS PCK Schwedt (1/ 2/ 1), SG Einheit Spremberg (1/ 0/ 1), Eberswalder SV Empor (1/ 0/ 0), KC 1957 Eisenhüttenstadt (0/ 0/ 1) und Prenzlauer SV Uckermark (0/ 0/ 1).

 

Potsdam, 30.06.2019

Günter Welke

 

 

 

 

 

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