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Männertag der Kanuten

06.06.2011 | 08:48

tl_files/aktuelles/11.06.02._Himmelfahrtstour_Sebastian Brendel mit seine britischen Fans James (re) und Nicholas Plaut.JPG

Gelungenes Himmelfahrtspaddeln des KC Potsdam gemeinsam mit britischen Kanufans

 

Der Förderverein des Kanu-Clubs Potsdam im OSC hatte am 02.06. alle paddelfreudigen Mitglieder, Sponsoren und Kanufreunde des KC Potsdam zur traditionellen Himmelfahrtspaddeltour eingeladen. Reges Treiben vor dem Bootshaus im Luftschiffhafen herrschte bereits in den frühen Morgenstunden vor dem Treff, denn die Sportler hatten schon eine Trainingseinheit auf dem Wasser zurückgelegt, bevor die Vorsitzenden des KC Potsdam und dessen Fördervereins Torsten Gutsche und Dr. Gerd Harms gegen 10.00 Uhr die zahlreichen  mit Kind und Kegel erschienen Teilnehmer der Paddeltour begrüßten. Vor dem Bootshaus hatten sich sowohl die Leistungsträger des Clubs wie Katrin Wagner-Augustin, Franziska Weber, Ronald Rauhe und Sebastian Brendel als auch die jüngsten Potsdamer Paddler eingefunden, die in ihren Rennbooten den Konvoi der Sponsoren bis zur Mitte des Templiner Sees begleiteten.

Auch Oberbürgermeister Jann Jakobs ließ es sich nicht nehmen, den Unterstützern des KC Potsdam für ihr Engagement im Interesse der Aufrechterhaltung eines geregelten Trainings- und Wettkampfbetriebes ein herzliches Dankeschön zu sagen. Anschließend paddelte er gemeinsam mit der gesamten  Kanuflotte als Schlagmann eines Wandercanadiers stromabwärts auf der Havel in Richtung Caputh und nach einer kleinen Stärkung auf dem Rastplatz wieder retour zum Luftschiffhafen.

Mitten unter den Paddlern befand sich auch  die Familie Plaut aus London. Familienvater Plaut und seine Gattin Madeleine bekundeten: “Wir sind sowohl stark beeindruckt von der Kulisse der Teilnehmer an der Paddeltour als auch von den bisherigen Erfolgen des KC Potsdam und den Trainingsmöglichkeiten im hiesigen Bundes- und Landesstützpunkt“.

Vor Jahren war das Elternpaar Plaut mit seinen damals vierjährigen Zwillingssöhnen aus Deutschland nach Großbritannien umgezogen. Dort haben die Kinder im Richmond Canoe Club das Paddeln erlernt und üben den Kanu-Rennsport weiterhin mit Hingabe aus. Die Entwicklung des Potsdamer Canadierfahrers Sebastian Brendel hatte Vater Plaut in den Medien sehr aufmerksam verfolgt, dann den Kanusportler kurzerhand angeschrieben. Im Herbst des Vorjahrs war er  mit der gesamten Familie nach Potsdam gereist, um persönlichen  Kontakt aufzunehmen. Auch in diesen Tagen weilte die Familie Plaut für eine Woche in der Brandenburger Landeshauptstadt und war darüber erfreut, dass die Lehrerin/ Trainerin Petra Welke den Söhnen James und Nicholas ein mehrtägiges Training im Potsdamer Luftschiffhafen ermöglichte. „Das Training in Sebastian Brendels Kanuclub hat uns beiden sehr gut gefallen, denn wir fühlten uns hier sofort angenommen und erlebten außerdem viel Neues und Interessantes. Die Ausstattung mit Booten und Geräten ist in Potsdam weitaus besser als in London. So können wir bei uns nur dann auf das Wasser, wenn gerade ein Boot frei ist und uns zur Verfügung steht “, erzählte James. Bruder Nicholas ergänzte: “Im Richmond Canoe Club  trainieren wir  zwei- bis dreimal für je zwei Stunden wöchentlich vorrangig im Boot auf der Themse. Das Krafttraining in Form von Liegestützen und mit Handhanteln erledigen wir zuhause“.

Umso größer war die Freude der Zwillinge, als sie zu ihrem 13. Geburtstag bei den Landesmeisterschaften des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg am 04.05. auf dem Beetzsee im Zweiercanadier über 500m beim Rennen um den Manfred-Glöckner-Gedenkpokal starten durften und im Endergebnis den 6. Platz unter den zehn Finalisten belegten.

Die Qualifikation von Sebastian Brendel für die Olympischen Spiele in London 2012 vorausgesetzt, wurde ihm bereits jetzt die lautstarke Unterstützung durch seine englischen Fans zugesichert. 

 

Potsdam, 05.06.2011

Günter Welke

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