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Medaille zu JWM nur knapp verpasst

05.08.2011 | 15:19

Brandenburg erwies sich als  perfekter Gastgeber der Junioren-Weltmeisterschaften 2011

 

Auf der Abschlussveranstaltung am Spätnachmittag des 31.07. fand nicht nur der Präsident der ICF (Internationale Kanu-Förderation) Jose Perurena Lopez lobende Worte für die Ausrichter der Junioren-Weltmeisterschaften (JWM) im Kanu-Rennsport (KRS)  auf dem Brandenburger Beetzsee. Auch DKV-Präsident Thomas Konietzko  betonte, dass die Organisatoren um Henry Schiffer, einschließlich der über 200 ehrenamtlichen Helfer ihr Bestes gegeben haben, um Aktiven, Offiziellen und Zuschauern unvergessliche Erlebnisse an den Meisterschaftstagen  zu bieten. Im Schatten der reibungslosen Organisation blieb das regnerische Wetter ganz im Hintergrund. Das bestätigten nicht zuletzt ebenfalls Elly Müller als Chief Official der ICF und zahlreiche Mannschaftsleiter der teilnehmenden Nationen.

 

Die ersten JWM im KRS auf deutschem Boden wurden nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnenträger und  den Grußansprachen durch den Finanzminister des Landes Brandenburg Dr. Helmuth Markow, die Brandenburger Oberbürgermeisterin Dr.  Dietlind Tiemann, den DKV-Präsidenten Thomas Kienetzko und den ICF-Präsidenten Jose Perurena Lopez am Abend des 28.07. eröffnet. Das anschließende Programm mit Tanz-, Gesangs-, Musik- und Akrobatik-Darbietung begeisterte Zuschauer und Aktive auf den vollbesetzten Tribünen ebenso wie die mitreißenden Rennen an den folgenden Wettkampftagen auf dem Beetzsee.

 

Im Verlaufe der Finalentscheidungen über 200m, 500m und 1000m wurden insgesamt 23 Titel und die entsprechende Anzahl an Medaillen vergeben. Erstmals wurden auch  im Canadierbereich der Damen um JWM-Titel  und Medaillen gepaddelt. Letztlich konnten sich 18 von den gemeldeten 64 Nationen in die Medaillenliste eintragen.

Nicht unerwartet erwies sich Ungarn mit 5 Gold-, 6 Silber- und 5 Bronzemedaillen als international erfolgreichstes Nachwuchsteam. Jedoch gleich dahinter auf Rang zwei platzierte sich die deutsche Mannschaft mit 4  Gold-, 2 Silber- und 4 Bronzemedaillen vor Russland (3/ 4/ 1) und Kasachstan (3/ 0/ 0).

 

Als überragende Rennpaddler der 14. JWM im KRS 2011 auf dem Beetzsee kristallisierten sich die dreifachen Titelgewinner Tom Liebscher (DKV-Auswahl, Dresden) sowie  das Bruderpaar Sergey und Timofey Emeljanow (Kasachstan) heraus. Liebscher siegte im K1 über 200m und 500m sowie im K2 (mit Max Rendschmidt) über 1000m während die kasachischen Brüder  Emeljanow im C2 alle Strecken von 200m bis 1000m gewannen.

 

Für die zum 23-köpfigen DKV-Aufgebot gehörenden drei Brandenburger Nachwuchskanuten Felix König (KC Potsdam), Anton Regorius (KC Potsdam) und Maximilian Müller (WS PCK Schwedt) blieben die Medaillenhoffnungen leider unerfüllt. Da halfen auch nicht die Anfeuerungen durch die anwesenden Potsdamer Spitzenathleten wie Sebastian Brendel und Franziska Weber sowie der auch bereits erfolgreich in der Leistungsklasse paddelnden Kurt Kuschela, Peter Kretschmer und Stefan Kiraj. Dennoch dürften weder der KCP-Vorsitzende Torsten Gutsche noch der aus Schwedt angereiste große Familienanhang von Anton Regorius mit den Leistungen der Potsdamer Kanuten allzu sehr gehadert haben. Es zeigte sich, dass die Konkurrenz auf dem Wasser ebenfalls gut auf die Titelkämpfe vorbereitet war.

Am dichtesten stand Kajakfahrer Felix König zusammen mit Felix Frank (Kassel)  im K2 über 200m vor einem Medaillengewinn, denn den erreichten vierten Platz trennten nur wenige Zentimeter von dem erstrebten Edelmetall. Im zweiten Finallauf im K2 über 500m, diesmal mit Florian Opitz (Leipzig),  blieb für König wiederum nur ein undankbarer fünfter Rang übrig.

Die beste Platzierung für die beiden Canadierfahrer Anton Regorius und Maximilian Müller war der gemeinsam im C4 über 1000m erreichte 8. Finalplatz. Für Regorius  reichte es im C2 über 500m zusammen mit Pascal Milde (Berlin) auch im B-Finale nur für Platz fünf. Dennoch ist für Anton Regorius der Zug noch nicht abgefahren, denn mit 15 Jahren war er der Jüngste im deutschen Team. Damit kann er bei entsprechendem Leistungsnachweis  in zwei Jahren nochmals  auf eine JWM-Teilnahme hoffen.

 

Augenscheinliches Fazit der Junioren-Weltmeisterschaften in Brandenburg an der Havel war, dass neben den traditionellen Kanunationen auch in anderen Ländern sichtbare Leistungsfortschritte gemacht wurden. Dazu zählen neben Kasachstan auch Brasilien und selbst der Iran. So waren zwei Kajakdamen des Iran in allen drei Finalläufen der Einerboote vertreten und paddelten keineswegs nur hinterher.

 

 

Potsdam, 02.08.2011

Günter Welke

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