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Potsdamer räumten in Köln ab

31.08.2010 | 15:36

Medaillenflut für Potsdamer Kanuten bei deutschen Meisterschaften in Köln

 

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Auch die in Köln vorherrschenden widrigen Wetterbedingungen mit starkem Regen und Wind und teilweise morgendlichen Temperaturen um 6 Grad Celsius konnten die Potsdamer Kanuten nicht davon abhalten, ihre Vormachtstellung im Kanu-Rennsport auf dem Fühlinger See zu demonstrieren. Mit insgesamt 21 Gold-, 9 Silber- und 11 Bronzemedaillen und deutlichem Vorsprung vor den Renngemeinschaften  des LKV Nordrhein-Westfalen (12/ 8/ 11) und des LKV Baden-Württemberg (8/ 3/ 8) behauptete der Kanu-Club Potsdam im OSC den ersten Platz in der Medaillenwertung unter den 106 teilnehmenden Vereinen/ Renngemeinschaften. In der Gesamtbilanz der Deutschen Meisterschaften (Duisburg und Köln) stehen für den KC Potsdam gar 25 Gold- sowie je 13 Silber- und Bronzemedaillen zu Buche.

Als eindeutig erfolgreichste Goldhamster für die Landeshauptstädter erwiesen sich in Köln vor allem die Canadierfahrer, die allein 15 Goldmedaillen einheimsten und die Kajakdamen mit 5 Meistertiteln. Die männlichen Kajakfahrer der Leistungsklasse, die auf Ronald Rauhe verzichten mussten,  gingen bei der Medaillenjagd leider leer aus.

Das Canadier-Duo Ronald Verch/ Stefan Kirej paddelte im C2 über 200m, 500m und 5000m zum Sieg, holte zusammen mit Sebastian Brendel und Kurt Kuschela im C4 über 200m und 1000m zwei weitere Goldmedaillen und gewann auch das Rennen über 500m  im C8-Flaggschiff  gemeinsam mit diesen beiden Vereinsgefährten und den zur Bootsbesatzung gehörenden Peter Kretschmer/ Jan Vandrey/ Felix Lademann/ Tom Siebeneicher. Zusätzlich zu ihren 6 goldenen Plätzen gewannen Verch/ Kiraj im C2-Rennen über 1000m, das ihre Clubgefährten Brendel/ Kuschela siegreich gestalteten, eine Silbermedaille. Der eigentliche Meisterschaftsfavorit Sebastian Brendel holte im Endspurt seine fünfte Goldmedaille im C1 über 5000m. Zwar nur eine knappe Sekunde vor dem Magdeburger Erik Leue, aber deutlich vor dem Drittplatzierten, den Marathonspezialisten Matthias Ebhardt aus Bochum.

In der Gesamtbilanz der Deutschen Meisterschaften erwies sich Sebastian Brendel mit insgesamt 7 Titelgewinnen als der erfolgreichste aller Teilnehmer, denn bereits Ende April siegte er zweimal im C1 (200m und 1000m) bei den als Deutsche Meisterschaften ausgetragenen Qualifikationen für die WM 2010.

Nach dem ärgerlichen Algendesaster eine Woche zuvor bei den Weltmeisterschaften in Poznan zeigte Katrin Wagner-Augustin auf dem Fühlinger See, was sie wirklich zu leisten vermag. Mit fünfmal Gold und einmal Bronze avancierte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Köln zur erfolgreichsten Kajakdame. Im Einerboot siegte sie über 1000m, holte zudem zweimal Gold im K2 zusammen mit Fanny Fischer über 200m und 500m sowie einmal im K2 über 1000m gemeinsam mit Franziska Weber. Die fünfte Goldmedaille gewann sie im Viererkajak über 500m (mit Fanny Fischer/ Franziska Weber/Henrica von Rauchhaupt). Einen Bronzeplatz erpaddelte Wagner-Augustin im K4 über 200m mit Fanny Fischer/ Franziska Weber/ Carolin Kratochwil. Auch Fanny Fischer konnte zusammen mit den beiden Siegen im K1 über 200m und 500m bei den WM-Qualifikationen in Duisburg insgesamt fünf DM-Titel in diesem Jahr erkämpfen.

Im Juniorenbereich (17/ 18 Jahre) unterstrich Peter Kretschmer  mit fünfmal Gold und viermal Silber in Köln, dass  im nächsten Jahr in der Leistungsklasse ebenfalls mit ihm zu rechnen ist. Er gewann im C1 die Rennen über 500m, 1000m und 5000m, paddelte zusammen mit Christian Rybarz im C2 über 500m zum Sieg und gehörte auch zur erfolgreichen Besatzung des Achterbootes der Leistungsklasse.

Auch im Kampf um den Nationalmannschaftscup sahnten die Potsdamer jugendlichen Kanuten  (15/ 16 Jahre) kräftig ab. Sie gewannen nicht nur mit Felix König (Kajak) und Marc Dunkel (Canadier) zwei von drei Einzelwertungen, sondern sicherten sich ebenso souverän den Mannschaftspokal vor dem SC Magdeburg.

Das Aufgebot des Kanuvereins Brandenburger Adler (BA) mit den  leistungsstärksten Nachwuchskanuten der Altersklasse 13/14 (Schüler A) des LKV Brandenburg konnte sich bei den Deutschen Meisterschaften mit 5 Gold-, 4 Silber- und 3 Bronzemedaillen klar vor den altersmäßig gleichartigen Kanuteams aus Berlin (4/ 3/ 1) und Baden-Würtemberg (3/ 2/ 1) platzieren. Mit je drei gemeinsamen Siegen erwiesen sich Nico van der Meer (Heimatverein ESV Lok RAW Cottbus) und Eric Lieseke (Heimatverein BW Wusterwitz) als die Erfolgreichsten der Brandenburger Auswahl. Jedoch auch die von Petra Welke trainierten Kajakmädchen des KC Potsdam, die für den KV  BA starteten, haben großen Anteil an dessen Erfolgen. So u.a Alexandra Hoffmann mit 1 x Gold und 3 x Silber und Alina Stelzer mit 1 x Gold und 2 x Silber.

 

Potsdam, 30.08.2010

Günter Welke

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