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Schwimmfest in Halle

07.03.2011 | 08:49

Potsdamer Sportschüler erfolgreich beim EInladungsschwimmfest des SV Halle.

Bereits zum elften Mal traf sich Deutschlands Schwimmspitze am vergangenen Wochenende beim Schwimmfest der Saalehaie in Halle. Mit diesem Wettkampf haben Trainer Frank Embacher und seine Helfer einen neuen Akzent gesetzt. Ihrem Aufruf folgten Schwimmer der Nationalmannschaft wie auch der Jugendnationalmannschaften. Mit Britta Steffen, Paul Biedermann, Daniela Schreiber, Steffen und Marcus Deibler, Stefan Herbst und vielen anderen konnten sich die Hallenser und ihre Gäste über ein starkes Teilnehmerfeld freuen. „Schwimmfest in Halle, WM, Olympia – ganz klar, darauf werde ich seit Jahren vorbereitet, in dieser Reihenfolge“, erklärt augenzwinkernd Doppelweltmeister Paul Biedermann geladenen Gästen. Und so Unrecht hat er nicht. Der Wettkampf kann nicht günstiger liegen. Bereits am Montag fahren die ersten DSV-Schwimmer ins Trainingslager, um ihre Form für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Shanghai zu optimieren. Der Zeitrahmen ist eng gesetzt, denn bereits in der ersten Juniwoche geht es in die Qualifikation für WM, JEM und EYOF. Den meisten Teilnehmern stecken noch die zum Teil harten Wochen des Umfangsschwimmens in den Knochen. Das macht sich in den Schwimmgeschwindigkeiten bemerkbar, erklärt Trainer Marko Letz (Sportsschule Potsdam). Auch wenn gute Zeiten erzielt wurden, die perfekte Wettkampfform kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht sein. „Jetzt ist noch nicht die Zeit, schnell zu schwimmen. Die ist erst im Sommer.“  – schnauft Biedermann am Ende seines Superfinals. Er muss es wissen. Sein Konkurrent Phelps ist erst kürzlich Weltjahresbestzeit geschwommen.

Mit den Ergebnisse vor allem der „großen“ Athleten ist die Blickrichtung bereits vorgegeben. Beachtlich waren schließlich nicht nur die 100-Meter-Freistil-Leistungen von Steffen und Schreiber. „Im Sommer muss es noch ein bisschen besser gehen. Wenn man nach London will, gibt es keinen Weg an Shanghai vorbei!“, erklärt der Potsdamer Sportsoldat Felix Wolf, WM-Fünfter 2009, im Interview. Auch er kann, nach einer durch Grundwehrdienst bedingten Pause, auf eine überraschend gute Leistung über 200 Meter Rücken blicken.

Für die 49 Schwimmer und 5 Trainer, die der Landesschwimmverband Brandenburg – zusammengesetzt aus Schülern der Sportschule Potsdam und des Olympiastützpunktes Potsdam – stellte, gingen mit den Superfinals am frühen Sonntagnachmittag 3 erfolgreiche Wettkampfabschnitte zu Ende. Insgesamt wurden in den Jahrgangswertungen 30 Gold-, 28 Silber- und 16 Bronzemedaillen erzielt. In der offenen Wertung konnten sich die ältesten Teilnehmer um Felix Wolf und Jaana Ehmcke mit 4 Gold-, 6 Silber- sowie 4 Bronzemedaillen durchsetzen. Felix Wolf erreichte Platz 6 in den Superfinals. Jaana Ehmcke (Potsdam) stellte einen neuen Veranstaltungsrekord über 800 Meter Freistil auf.

Bezeichnender Weise wurden vor allem im Jahrgangsbereich die erforderlichen Leistungsentwicklungen erzielt, um sich für die Deutschen Meisterschaften im Juni zu qualifizieren. Denn erstmals verfügt der Landesschwimmverband Brandenburg wieder über eine breite Basis an Nachwuchsathleten, die sich im kommenden Sommer die begehrten Tickets für JEM (Serbien), JWM (Peru) und EYOF (Türkei) erkämpfen können. Diese Perspektive spiegelt sich in den erzielten Ergebnissen wieder. Für die Punktbesten Einzelleistungen in den Jahrgängen wurden Eileen und Christian Diener sowie Anna Stephanie Dietterle und Jan Scholtz (alle Cottbus), Sonnele Öztürk und Maximilian Bock (beide Potsdam) prämiert. Betty Buschick (Potsdam) erzielte in diesen Wertungen Platz 2, Franz Müller (Brandenburg) und Tom Spielhagen (Potsdam) jeweils Platz 3. Darüber hinaus gingen beide Pokal für die Beste Nachwuchsleistung an die Sportschüler Eileen und Christian Diener.

Die Potsdamer Sportschülerin Eileen Diener (Cottbus) gewinnt den Pokal der Besten weiblichen Nachwuchsleistung beim Schwimmfest in Halle.

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