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Sportschüler unterstützen Kanu- EM

21.07.2014 | 11:47

Sportschüler tragen zum Gelingen der Kanu-Europameisterschaften auf dem Beetzsee bei

 

Mit knapp 500 Aktiven aus 39 Ländern und 90 Parakanuten von 14 nationalen Verbänden stellten die Europameisterschaften Kanu-Rennsport vom 10. - 13.07.2014 auf dem Brandenburger Beetzsee einen neuen Rekord bei den kontinentalen Titelkämpfen im Kanu-Rennsport auf.  Sowohl vom Präsidenten des Europäischen Kanu-Verbandes  (ECA) als auch von den Aktiven und Offiziellen der nationalen Verbände erhielten die Ausrichter uneingeschränktes Lob für ihre gewissenhafte und engagierte Arbeit. Nach Aussage des Vorsitzenden des Regattateams Brandenburg Beetzsee e. V. Michael Kenzler als verantwortlicher Organisator der Europameisterschaften, waren  in die Vorbereitung und Durchführung der Großveranstaltung ca. 250 ehrenamtlich tätige Kräfte als Helfer und Unterstützer eingebunden. Dazu gehörten ebenfalls 22 Potsdamer Sportschüler, die sich unter Anleitung der  Lehrer - Trainer Petra Welke, Frank Cwikla und Stefan Danz  in verschiedenen Bereichen auf dem Regattagelände Beetzsee engagierten. Im unmittelbaren Blickpunkt des Geschehens standen natürlich die Mädchen und Jungen, die zur Absicherung der Siegerehrung eingesetzt waren. Aber auch bei der Bootskontrolle sorgten sie  für einen reibungslosen organisatorischen Ablauf und trugen mit ihrem Engagement im Pressezentrum dazu bei, über die Ereignisse der Europameisterschaften schnell und umfassend zu informieren. Oliver Strubel vom Deutschen Kanu-Verband hob in diesem Zusammenhang als Leiter des Pressezentrums die sehr engagierte und gewissenhafte Tätigkeit der Sportschülerin Clara Thieme hervor.  Egal, ob bei Interviews mit ausländischen Medaillengewinnern, Zusammenstellen von Texten in Englisch zur Zusammenfassung der Tagesereignisse oder beim Einfügen  wörtlicher Äußerungen  befragter Sportler, Offizieller oder Trainer in die Tagesberichte für die Medien - die Sportschülerin kam mit den übertragenen Aufgaben problemlos zurecht. „Sicherlich hat Clara in den vier Tagen ihres ehrenamtlichen Engagements in Bandenburg sehr viel gelernt, was sie in ihrer weiteren Öffentlichkeitsarbeit gut verwerten kann. Mit ihrer Arbeit im Presseteam war ich sehr zufrieden. Leider gibt es noch zu wenig junge Menschen, die sich wie Clara für die Öffentlichkeitsarbeit interessieren und persönlich zur Mitarbeit bereit sind. Es wäre wunderbar, wenn sich das im positiven Sinne ändern würde“, bekennt Oliver Strubel. „Die Europameisterschaften waren eine gute Gelegenheit für diejenigen, die an journalistischer Tätigkeit Gefallen haben, entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Solche Möglichkeiten gibt es nicht oft, deshalb sollten ähnliche Veranstaltungen genutzt werden, um noch mehr Interessenten für die Mitarbeit zu gewinnen“, rät der Presseverantwortliche des Deutschen Kanu-Verbandes.  Ihre Eindrücke und Erlebnisse von den Europameisterschaften schildern hier drei der beteiligten Sportschüler: der bisherige Achtklässler Florian Kühn und die angehenden Schülerinnen der elften Klasse Clara Thieme und Sophie Koch.

„Der Einsatz bei den Europameisterschaften in Brandenburg hat mir sehr viel Spaß gemacht. Außerdem war ich  stolz darauf, mit meiner Tätigkeit zum ordnungsgemäßen Ablauf dieser Wettkämpfe beitragen zu können. Hautnah bei den Siegerehrungen und den besten europäischen Kanurennsportlern dabei zu sein, ist schon etwas Besonderes. Imponiert haben mir vor allem die Rennen der Parakanuten“, bekennt Florian Kühn als der unmittelbare Helfer des für die Siegerehrungen verantwortlichen Manfred Schubert.

Sophie Koch, eine von den vier jungen Damen und zwei männlichen Sportschülern, die für das Fahnenhissen  bei den Siegerehrungen zuständig waren, schreibt: „Am Donnerstag früh fuhren wir von Potsdam nach Brandenburg, um dort bei den Europameisterschaften zu helfen. Die Kleider und Schuhe, die wir als Fahnenträgerinnen tragen durften, wurden schon Wochen vorher gekauft. Angekommen an der Regattastrecke, haben wir zunächst alle Flaggen der teilnehmenden Nationen sortiert. Diese Angelegenheit nahm viel Zeit in Anspruch, zumal wir auch klären mussten, wie die Fahnen anzubringen waren. Es wäre schon fatal gewesen, wenn wir eine Flagge bei der Siegerehrungen falsch herum aufgehängt hätten. Am Abend stand die Eröffnungsfeier auf dem Programm[RW1] . Dort durften wir die Flagge der ECA vor der mit den teilnehmenden Athleten kgefüllten Tribüne vorbeitragen. Nach den Begrüßungsreden der Offiziellen wurde ein sehr gelungenes Unterhaltungsprogramm dargeboten. Dabei hat mit besonders die Stuntshow von Kai Hase gefallen, der mit seinem Motorrad über drei Autos sprang. Als Julia und ich ihn fragten, ob er keine Angst habe, sagte er cool: ‘YOLO‘ (You only live once). Auch am Samstag fuhren wir früh um 07.00 Uhr von Potsdam los, denn es standen die ersten Siegerehrungen im Programm. Wir zogen unsere pinkfarbenen Kleider und die dazu passenden Schuhe an, die leider  bereits am ersten Tag seitlich etwas aufrissen. Frau Welke bewies ihre Flechtkünste und machte unsere Haare damit schick. Immer, wenn wir an der  vollen Tribüne vorbei gingen, waren wir etwas aufgeregt. Doch zum Glück stolperte keiner von uns mit den hohen Schuhen und die Kleider verrutschten auch nicht. Das Flaggenhissen  war eigentlich einfacher als wir uns vorgestellt hatten. Allerdings bedeutete das Stehen an den Fahnenmasten kein Zuckerschlecken, denn ständig änderten sich die Wetterbedingungen. Einmal starker Wind und Regen, dann folgte Sonnenschein und selbst einige Hagelschauer mussten wir überstehen. Zum Glück bekamen wir dann einen Regenschirm überreicht und konnten uns eine blaue DKV-Jacke überziehen, die wir auch noch behalten durften.  Zwischen den Siegerehrungen konnten wir die Finalläufe verfolgen und mit unseren Sportlern mitfiebern. Im Großen und Ganzen war der Einsatz als Fahnenträgerinnen bei den Europameisterschaften für uns ein nachhaltiges Erlebnis[RW2] [RW3] .“

Ihre während des Einsatzes im Pressezentrum der Europameisterschaften gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse schildert Clara Thieme wie folgt:

“Congratulations, you are an European Champion

Meine Tätigkeit bei der größten Kanu-EM aller Zeiten

Vom 10. Bis zum 13. Juli fanden in Brandenburg an der Havel die diesjährigen Europameisterschaften im Kanurennsport statt. Da ich sehr am Journalismus interessiert bin, hatte ich mich im Voraus nach einer solchen Tätigkeit erkundigt. Glücklicherweise gab es einen Platz im DKV Presseteam für mich, welcher meine ganze Konzentration abverlangte, der also genau richtig war. Ich durfte viele Artikel für die Englische Seite der EM-Homepage verfassen, was zusammen mit einer freiwillig helfenden Brandenburger Englischlehrerin auch komplett problemlos ablief. Aber ich hatte auch noch eine andere Aufgabe, welche mir zugegebenermaßen noch ein klein wenig mehr Spaß gemacht hat. Beim sogenannten Stimmenfang durfte ich sehr viele Sieger der Kanurennsportwettbewerbe, aber auch der Parakanuentscheidungen interviewen. Ich stellte ihnen jeweils eine Frage und die darauffolgende Antwort wurde dann von einer Kollegin zu einer kompakten Stimme zusammengefasst, welche den anderen Journalisten auf Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellt wurde. Es war für mich auf jeden Fall eine tolle Erfahrung mit all diesen erfolgreichen Sportlern sprechen zu dürfen und solch ein Großevent von einer ganz anderen Seite mitzuerleben. Und dabei ist mir eines aufgefallen: Ausnahmslos jeder hat sich riesig über seinen Triumph gefreut, egal ob es der erste Sieg in der Leistungsklasse überhaupt war, oder der fünfte Titel in Folge. Diese pure Freude und Erleichterung bei den Athleten hautnah mitzubekommen war wohl eine der schönsten Erfahrungen die ich bei diesen Europameisterschaften sammeln durfte.“

 

Potsdam, 18.07.2014

Günter Welke


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