Sie befinden sich hier

Startseite | Aktuelles | Nachricht

Unterbesetzt, aber lautstark

20.11.2011 | 18:18

Norddeutscher Ländervergleich der Schwimmer in Hamburg

Auch wenn das Hamburger Dulsbergbad sicherlich nicht die beste Adresse ist, hochkarätige Wettkämpfe auszutragen – am Wochenende ging es wieder heiß her im Kampf um das beste Bundesland im Norddeutschen Schwimmverband. Von den sieben der acht Landesverbänden (Niedersachsen ging nicht an den Start) zeichnete sich der Landesschwimmverband Brandenburg zunächst durch das kleinste Team (22) bspw. gegenüber Berlin (30) oder Sachsen-Anhalt (32) aus. In den achtundsiebzig Einzelwettkämpfen konnten daher 8 Strecken nicht besetzt werden, wodurch wertvolle Punkte für das Brandenburgische Team verloren gingen. Nach einem schwierigen ersten Abschnitt am Samstag gelang es jedoch dem Schwimmnachwuchs aus Cottbus, Schwedt, Potsdam und Brandenburg, am zweiten Wettkampftag den Landesverband Schleswig-Holstein auf Rang vier zu verweisen und sich einen sehr guten dritten Platz ( 439 Punkte) hinter Sachsen-Anhalt (551) und der Siegermannschaft des Berliner Schwimmverbandes (566) zu erkämpfen.

Mit insgesamt 12 (13) Einzelsiegen sowie jeweils einem zweiten Platz in den beiden Staffelwettkämpfen (12×50 Meter Lagen mixed und 12×50 Meter Freistil mixed) haben unsere Schwimmer, von denen alle an der Sportschule in Potsdam trainieren, jedoch ein sehr gutes Resultat erzielt. Diese Siegleistungen erzielten Nele Klein (3), die mit 3/100stel Sekunden den Deutschen Altersklassenrekord über 50 Meter Freistil verpasste, Sonnele Öztürk (2), Luisa Kuch (2), Tom Spielhagen (2) und Carl Louis Schwarz (1) aus Potsdam, Tom Ertel (1) aus Schwedt und die Cottbusserin Anna Dietterle (1) sowie Philipp Schultze (1) für den Berliner Schwimmverband.

Von den 6 möglichen punktbesten Einzelleistungen in den Jahrgängen gingen mit EYOF-Medaillengewinnerin Sonnele Öztürk und Carl Louis Schwarz (beide über 100 Meter Rücken) 2 an den Brandenburgischen Landesverband, jeweils 2 an Berlin und Sachsen-Anhalt.

Die Ergebnisse der beiden Staffel- und der Einzelleistungen sowie die Punktbesten-Wertungen sprechen für ein gutes Niveau in der Spitze. Wie auch in den vergangenen Jahren ist jedoch das Fehlen einer soliden Leistungsbreite zu beklagen. Wieder konnte die Mannschaft nicht voll besetzt werden und musste sich zudem Unterstützung von der erfolgreichen Triathlon-Debütantin Kristin Ranwig holen. Insbesondere in den Jahrgängen 1996 männlich und 1997 weiblich fehlt es an einem breiten wettkampftauglichen Format. Eine ernstzunehmende Konkurrenzfähigkeit gegenüber Berlin und Halle / Magdeburg krankt darüber hinaus an fehlender Leistungsfähigkeit über die mittleren Strecken, bspw. 200 Meter Schmetterling und Brust oder 400 Meter Lagen und Freistil.

Wenn es den Vereinen und Stützpunkten des Landesschwimmverbandes Brandenburg gelingen sollte, in den kommenden Jahren eine breite Basis in den Jahrgängen auf- und auszubauen, werden weder Bahnen von Brandenburgischen Startern unbesetzt noch Platz 1 oder 2 in der Mannschaftswertung Wunschdenken bleiben. Immerhin, mit der einheitlichen Einkleidung, der neuen Logo-Präsenz des Landesschwimmverbandes und den lautstarken Teamauftritten klappt es bereits.

Zurück

Kontakt