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Sportschule hilft - „Running for help“

Die Klasse 11/1 informiert:

Was ist Running?

tl_files/aktuelles/Schule/Hoffest2014/1411128626177.jpgDie Idee des Spendenlaufes kommt ursprünglich aus den USA und aus England. Seit einigen Jahren gibt es diese Tradition auch in Deutschland. Viele Organisationen veranstalten Spendenläufe, zum Beispiel die Initiative AddYouCationaus München, die German Doctorsund die Johanniter. Der weltweit größte Spendenlauf ist der Oxfam Trailwalker.

Running for helpist eine jährliche Veranstaltung an der Sportschule Potsdam. Die Schüler laufen oder schwimmen für Sponsorenbeträge und der Sponsor spendet anschließend eine selbstgewählte Summe für jede absolvierte Runde oder Bahn. Außerdem wird Geld durch selbst organisierte Verkaufsstände eingenommen.

Auf Fragen nach ihrer Motivation lassen sich die Antworten der Schüler folgendermaßen zusammenfassen:

Der Ehrgeiz besteht vor allem darin, so viele Runden wie möglich zu laufen oder Bahnen zu schwimmen, denn jeder will so viel Geld wie möglich in die Gesamtsumme einbringen. Da in den vergangenen Jahren Delegationen unsere Partnerschule uns über ihr Land und die Wirksamkeit unserer Hilfe informierten, wissen wir genau, wo und wie wir helfen können.

 Die gespendeten Gelder werden an unseren Partnerschulen in Mosambik eingesetzt, z.B. für die Finanzierung des Internets und für Reparaturen und die Ausstattung von Gebäuden. Seit 2000 unterstützen wir Schulen in Matola und Tofo. Seit dem Jahr 2009 auch ein Kinderheim mit kleinen Dingen wie Büchern, Fußbällen und Matratzen.

Mit Running for helpwird auch unserem Förderverein geholfen, der 1994 gegründet wurde. Er hilft Schülern, die aus finanziell schwachen Familien stammen, Klassenfahrten und Trainingslager zu bezahlen. Mit einem Jahresbeitrag von 30 Euro kann der Förderverein unterstützt werden.


Sponsorenaufruf

 

Eine Schule wie unsere

jedoch 8500 Schüler mehr !

Escola secundaria

Die Klassen voll bis oben hin, Mangel an Lehrern und schlechte Lernbedingungen. Mit diesen Problemen kämpfen Schüler tagtäglich in Matola und Tofo.

Gleich ob Privatpersonen, Vereine oder Unternehmen, Sie können dazu beitragen, dass durch ihr gespendetes Geld, Unterrichtsmaterialien, Bänke und Tische in unserer Partnerschule Escola Secunderia in Mosambik die Lernbedingungen verbessern. Das gespendete Geld wird von unseren ältesten Mitschülern im Rahmen des Mosambikeprojekts vor Ort für die unterschiedlichen Vorhaben an den Partnerschulen verwendet.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir es vielen Kindern ermöglichen, in einer gesunden Lernatmosphäre arbeiten zu können.

Stimmen zum Hilfsprojekt

Im Interview mit Frau Vollbrecht, die im Jahr 2000 Running for helpan unserer Schule initiierte, erfuhren wir weitere interessante Fakten über die Entstehung des Projektes.

Schüler: Hatten Sie besondere Ziele vor Augen, als dieses Projekt begonnen hat?

Vollbrecht:Natürlich hatte ich Ziele vor Augen. Man macht das ja nicht zum Spaß, da opfert man nämlich seine Freizeit - für einen guten Zweck. Mein Ziel ist eigentlich, dass ihr als junge Menschen, die in einem reichen Land aufgewachsen sind, den Blick ein bisschen schärft und über den Tellerrand hinausschaut. Und dass ihr erkennt, dass die Menschen auf der anderen Seite der Welt Hilfe benötigen und ihr ihnen helfen könnt.

Schüler:Wieso helfen wir genau diesen Schulen und nicht anderen?

Vollbrecht: Diese Geschichte beginnt 1986: In Babelsberg haben wir einen mosambikanischen Studenten kennen gelernt. Dieser hat uns dann 1991 zu sich eingeladen. Dort hat er zwei Kinder und diese gingen auf die Escola Secundariain Matola. Dann sind wir bei dieser Schule eben hängen geblieben.

Schüler:Aber wir helfen doch nicht nur einer Schule, oder?

Vollbrecht:Richtig, 2005 kam Herr Ziemer mit einer Reisegruppe nach Mosambik und dann sind wir einige Kilometer gefahren und haben bemerkt, dass es unserer Partnerschule mittlerweile sehr gut geht viel besser als anderen Schulen in Afrika. Letztendlich haben wir eine Schule in Tofo besichtigt und eine Liste erhalten mit Dingen, die diese Schule benötigt. Seitdem besteht halt auch eine Partnerschaft mit dieser Schule.

Schüler:Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

Vollbrecht:Ich möchte euch ein weiteres Mal ein riesengroßes Dankeschön aussprechen. Es war mal wieder ein tolles Fest am 19.09.2014. Wir haben auch dieses Jahr die 10.000- Marke geknackt. Ich hoffe, dass mithilfe dieses Geldes wieder viele Träume zur Realität werden und dass das Projekt noch eine Weile Bestand hat.

Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen äußerten sich zu unseren Fragen zu „Running for help“

Was bedeutet für dich Running for help?

Vor allem bedeutet es Unterstützung. Menschen zu helfen, die in entwicklungsarmen Ländern leben und versuchen, mit den Spenden ihnen ein besseres Leben beziehungsweise besseres Lernen zu ermöglichen.

Welches besondere Erlebnis hattest du bei einem Running for help“ – das dir im Gedächtnis geblieben ist?

Es ist ein besonderes Gefühl, die Stempel zu verteilen und dabei zu merken, wie viele Runden tatsächlich gelaufen werden. Dabei ist es jedes Jahr wieder sehr spannend, da im September das Wetter auch sehr schlecht sein kann. Doch egal welches Wetter, es ist immer wieder sehr überraschend, wie viele Schüler und Lehrer sich beteiligen.

Seit Beginn des Running for helpan unserer Schule kommen jedes Jahr bis zu 10000Spenden zusammen. Wie bewertest du diese Summe?

Die Worte „überragendund unbeschreiblichtreffen es am besten. Wie viele Menschen für die Schulen in Mosambik spenden und das, obwohl kaum einer jemals in diesem Land war. Alle Sponsoren leisten mit dem kleinsten Beitrag große Hilfe und diese Tatsache ist Wahnsinn.

Was würdest du in Mosambik mit den Spenden anstellen?

Die Schule erneuern, das steht außer Frage. Die Schüler haben auf kleinstem Raum Unterricht und unter sehr schlechten Bedingungen. Das mit diesem Spendenbetrag jährlich zu verbessern, ist bestimmt ein gutes Gefühl, vor allem, da einige von uns vor Ort selbst mit anpacken, die Veränderungen mit eigenen Augen sehen und uns davon berichten.

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Augenzeugenberichte

Wir interviewten am 24.09.2014 die stellvertretende Schulleiterin Birgit Kossmann, sowie unsere Schülerin Emely Siewert aus der 13. Jahrgangsstufe, welche bereits an der Schulreise nach Mosambik teilgenommen haben.

Unsere erste Frage galt dem Jahr, in dem die Befragten nach Mosambik gefahren sind. Frau Kossmann nahm bereits 2003 an dem Projekt teil, Emely war 2013 beteiligt und wird in diesem Jahr wieder zur Gruppe gehören.

Besonders interessierte uns, wofür das gespendete Geld in diesen beiden Jahren eingesetzt wurde. 2003 wurde viel Wert auf ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten für die Schüler gelegt. Somit kauften wir Basketballkörbe und versuchten per Hand einen Beachvolleyballplatz zu errichten. Die Aufgabe war allerdings schwerer als gedacht, sodass wir die finalen Arbeiten an die Mosambikaner abgeben mussten. Diese Unterstützung erwies sich im Nachhinein leider eher als unproduktiv, da sich unsere Vorstellungen bezüglich der Verwendung des Platzes nicht mit denen der Schüler deckten. Daraus lernten wir, und setzten das Geld beispielsweise im Jahr 2013, lieber für das Errichten einer hauseigenen Bibliothek, zum Erneuern eines Daches und für wichtige Schulmaterialien sowie Bekleidung ein.

Unsere letzte Frage an Frau Kossmann und Emely galt ihren persönlichen Eindrücke, die ihnen im Gedächtnis geblieben sind: Emely betonte dabei, dass sie vor allem die lachenden und fröhlichen Kinderaugen und die Offenheit der Einheimischen beeindruckten. Frau Kossmann staunte, wie leicht die Menschen dort das Leben nehmen und kritisierte in diesem Zusammenhang unsere häufige Unzufriedenheit, trotz des hohen Lebensstandards. Doch besonders verwundert war sie darüber, welch eine Wissbegierde die Kinder dort an den Tag legen und beim Lernen auf dem Boden mit Schulmaterialien wie Schiefertafeln trotzdem ihr Lachen und ihre Herzlichkeit nicht verlieren!

Vielen Dank, Emely Siewert und Birgit Kossmann.

Ein Interview mit Kerstin Paul

Frau Paul, in welchem Jahr sind Sie mit nach Mosambik gefahren?

2010.

Das gespendete Geld wird jährlich für einen bestimmten Zweck eingesetzt Was geschah vor 4 Jahren damit?

Ein Großteil des Geldes wurde für neue Tische und Stühle in der Grundschule in Tofo eingesetzt. Auch die Schule in Matola konnten wir durch das Bezahlen der Internetrechnung finanziell unterstützen. Neben vielen weiteren kleinen Dingen, bestückten wir ein Kinderheim mit neuem Spielzeug und legten eine Kasse an.

Welchen Eindruck haben die Kinder in Mosambik auf Sie gemacht?

Einerseits waren sie freundlich, herzlich und aufgeschlossen, vor allem in Matola. Aber natürlich gab es in einigen Situationen auch Verständigungsprobleme, sodass es teilweise echt schwer war, beispielsweise in der Grundschule in Tofo, angeregte und aufschlussreiche Gespräche zu führen. Trotzdem ist es insgesamt einfach beeindruckend zu sehen, wie glücklich die Kinder dort trotz der ärmlichen Verhältnisse sind!

Können Sie sich an eine bestimmte Szene während dieser Fahrt erinnern, die Sie so schnell nicht mehr vergessen werden?

Ja, eine Szene ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Und zwar sind wir an einem Tag, als wir mit einer Fähre das Wasser überqueren wollten, im Stau stecken geblieben und es hat Stunden gedauert, bis wir mit dem Bus die Fähre verlassen konnten. Das Beeindruckende dabei: Anstatt gereizt vom Warten zu sein, so, wie wir es von uns aus Deutschland kennen, stiegen die Einheimischen alle aus ihren Autos und funktionierten die Fähre zu einem Partyschiff um, um die Zeit gut zu überbrücken. So etwas habe ich noch nie erlebt!

Vielen Dank, Frau Paul.

Dank an alle Sponsoren

Liebe Sponsoren,

DANKE!!!

Dank Ihrer Unterstützung können auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler der 13. Klassen unserer Schule mit einem beträchtlichen Geldbetrag von ca. 10.000nach Mosambik fliegen, um dort vielen Kindern einen besseren Schulalltag zu ermöglichen. Außerdem wurden noch weitere 500durch die Aktivitäten an unseren innovativen Ständen auf unserem Schulfest eingenommen, welche zusätzlich gespendet werden.

Über 80 % der Schüler und Lehrer haben sich an der AktionRunning for helpbeteiligt.

Sehr geehrte Sponsoren,

im Namen aller Schüler, Lehrkräfte und Organisatoren möchten wir uns herzlichst für ihre Unterstützung bedanken. Insgesamt wurden von über 500 Schülern 10.000erlaufen und erschwommen und zusätzlichen 500an den Ständen eingenommen. Von veganen Waffeln und Kuchen bis zum Kinderschminken war für jeden etwas dabei.

Mit ihren Mitteln im Gepäck werden dieses Jahr wieder mehrere Schüler und Lehrer nach Mosambik fliegen und dort direkt vor Ort unsere Partnerschulen dort unterstützen wo es am meisten notwendig ist.

Unser Förderverein wir die ihm zugedachten Gelder zur Unterstützung von weiteren Schulprojekten und soziales Engagement nutzen.

Wir hoffen, dass Sie uns im nächsten Jahr wieder so zahlreich unterstützen und wir Sie wieder auf dem Gelände des Luftschiffshafens begrüßen dürfen.

Ein Blick in die Geschichte des „Running for help“

2000

Container mit 10 Computern, Unterrichtsmitteln und Kartenmaterial

2001

Besuch aus der Escola Secundária an der Sportschule

2002

3800 Erlös aus dem Running for help

Bau eines Sportplatzes und Schulmaterial gekauft

2003

3800 Erlös aus dem Running for help

Bau eines Volleyballplatztes, Weiterbau des Sportplatzes und

Schulmaterial gekauft

2004

Schule wird rekonstruiert

2005

000 / z.B. Internetanschluss für 1 Jahr, Sportgeräte und

Schulmaterial gekauft

2006

12000 Erlös aus Running for help/ Internetanschluss für 1 Jahr

9000 Euro für neues Schulhaus in der Stadt Tofo

2007

4500 / 1 Jahr Internetanschluss, Sportgeräte, Wörterbücher und 25

Schulbänke für die neu erbaute Schule in Tofo

2008

10000 / 1 Jahr Internetanschluss, Bälle, Bücher, Lernmittel,

Schulmöbel wurden gekauft

2009

12000 / erster Besuch im Kinderheim Estrela da Mar ,1000 für

Betten und Matratzen / 1 Jahr Internetanschluss, Fenster und Türen

in der neuen Schule in Tofo und sie erhalten neue Computer

2010

Escola Secundária Schulleitung war in Potsdam zu Besuch

zum ersten Mal Swimming for help in Potsdam

2011

8000 eingenommen

2012

Besuch in Mosambik fällt aus

2013

11000 / Dach der Tofo Grundschule wird repariert

Bibliothek bekommt neue Computer und bezahlten Internetanschluss

für 1 Jahr, neue Sportgeräte, Kinderheim bekommt neue Spielgeräte

und Bastelsachen

2014

Ziele Escola Secundária : -1 Jahr Internetanschluss, Reperatur der

Schulmöbel , Fortsetzen der Bibliothekarbeiten

Ziele Inhambane: - Bau eines Sportplatzes in einer neuen

Kindereinrichtung sowie neue Sport- und Spielgeräte

 

(Berichtsstand: 26.09.2014)