Schulen einer Stadt

Schule im Aufbruch – Das Schulbündnis „Schulen einer Stadt“

Wie kam es dazu, dass Potsdamer Schulen gemeinsam nach Wegen suchen, eine neue Lernkultur in den Schulen Wirklichkeit werden zu lassen? Im April 2015 entstand unter den Schulleiterinnen und Schulleitern der Stadt Potsdam die Idee eines Schulbündnisses – auch, um die Anforderungen an ein verändertes Verständnis von Lehren und Lernen, wie es in den neuen Rahmenlehrplänen der Länder Berlin und Brandenburg formuliert ist, umsetzen zu können.

Für die Bewältigung dieser Aufgaben erschien eine Kooperation der weiterführenden Schulen sinnvoll; es sollte möglich sein, die Ideen von Kolleginnen und Kollegen der vielfältigen Potsdamer Schullandschaft zu bündeln.

Oberstes Ziel des Schulbündnisses ist, ein neues Verständnis von Schule zu entwickeln und zu etablieren – im Sinne eines freudbetonten, nachhaltigen Lernens jenseits von Fächergrenzen und im Sinne einer an Wertschätzung und Beziehung orientierten Pädagogik.

Die Schulakademie des Deutschen Schulpreises hielt dieses Bündnis für förderungswürdig, so dass wir zwischen Februar 2017 und April 2019 Projekt der Akademie waren.

Das Bündnis organisiert die bereits zu einer Tradition gewordenen Auftaktveranstaltungen des Schuljahres in der MBS-Arena mit einem wissenschaftlichen Vortrag durch Experten wie z.B. Manfred Spitzer, Markus Hengstschläger oder Axel R. Krommer mit anschließender Diskussion.

In verschiedenen Netzwerktreffen und in schulübergreifenden Arbeitsgruppen erleben die beteiligten Lehrer*innen eine Zusammenarbeit über die eigene Schule hinaus. Diese führte zur gemeinsamen Entwicklung von Ideen und Wegen zur Umsetzung einer neuen Lernkultur. Der Transfer der Konzepte in die Schulen kann nur gelingen, wenn die Bereitschaft des Kollegiums und der Schulleitung vorhanden ist, Neues zuzulassen, und dafür verlässliche Freiräume und Organisationsstrukturen geschaffen werden. Das Projekt „Ich als Konsument“, das in einer schulübergreifenden Arbeitsgruppe im Rahmen des Netzwerkes entwickelt wurde, wird an der Sportschule in diesem Schuljahr im dritten Jahrgang angeboten.

Auch nach dem Ausscheiden der Deutschen Schulakademie als Förderer wird „Schulen einer Stadt“ weiter existieren, ein neuer Referenzrahmen für die nächsten zwei Jahre wurde von 12 Potsdamer Schulen – die Sportschule Potsdam gehört dazu – unterzeichnet.

Doreen Geschke und Kerstin Paul

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